Vorbereitung

Tipps für Ihre Radreise

5 tolle Tipps für Ihre Radreise: Alles rund um Vorbereitung und Ausstattung

Fahrradfahren ist umweltfreundlich, hält den Körper fit und macht Spaß. Vor allem, wenn es nicht die allmorgendliche Pflichtfahrt ins Büro ist, sondern eine freiwillige Unternehmung in der Freizeit. Ob allein, zu zweit, mit der Familie, guten Freunden oder netten Leuten aus dem Sportverein: Eine Radtour ist wie ein kleiner Kurzurlaub. Vorausgesetzt, sie ist gut geplant. Denn: Je besser die Planung, desto größer das Vergnügen.

Unabhängig davon, ob Sie einen Tagesausflug in die nähere Umgebung machen, mit der Bahn zur Wochenendtour starten oder Ihren gesamten Sommerurlaub auf dem Radel verbringen wollen: Die Vorbereitung ist das A und O. Damit auch Sie Ihre Radtouren rundum genießen können, bietet die AOK PLUS 5 tolle Tipps für die Radreise:

1. Das Fahrrad – die Basis

Es ist eigentlich ganz logisch, wird aber trotzdem viel zu häufig außer Acht gelassen: Das Bike ist die wichtigste Grundlage für eine Radreise und verdient entsprechende Aufmerksamkeit. So sollte das Fahrrad (zumindest beim Fahren auf öffentlichen Wegen) verkehrssicher sein – mit Klingel, Fahrradbeleuchtung und Reflektoren. Auch eine Schaltung mit mehreren Gängen ist wichtig, um die Übertragung den jeweiligen Herausforderungen anzupassen. Darüber hinaus sollte das Bike ergonomisch auf den Fahrer und seine Körpermaße eingestellt sein – vom Lenker über die Pedalen bis zum Sattel.

Apropos: Auch die Investition in einen guten Fahrradsattel macht sich garantiert bezahlt. Denn was die Wanderschuhe beim Wandern sind, ist der Sitzkomfort beim Fahrradfahren: unverzichtbar.

Ebenso obligatorisch ist die Fahrradausstattung für den Notfall: Die gängigsten Pannenhelfer wie Luftpumpe, Ersatzschlauch & Co. sollten bei ausnahmslos jeder Fahrradtour dabei sein. Denn wenn man mitten in der Wildnis einen Platten hat, ist selbst das kleinste Reparaturset plötzlich Gold wert. Genau wie ein guter Schutzhelm im Falle eines Unfalls. Womit wir schon beim zweiten wichtigen Thema wären:

2. Kleidung und Schutz

Wie heißt es doch immer so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, solange man gute Kleidung hat. Das gilt bei Outdoor-Sportarten mehr denn je. Wer jemals ohne spezielle Regenkleidung in einen heftigen Schauer gekommen ist, weiß: Selbst die schönste Natur lässt einen (im wahrsten Sinne des Wortes) kalt, wenn man bis auf die Unterwäsche nass geregnet ist. Nun kann man auf dem Fahrrad natürlich nicht den gesamten Kleiderschrank mitnehmen, um für jede Wetterlage das passende Outfit dabei zu haben. Deshalb empfiehlt sich das Zwiebelschalenprinzip: Verschiedenste Schichten, die je nach Bedarf an- und ausgezogen werden können. Wobei sämtliche Kleidungsstücke zum Schutz vor Flattern möglichst eng anliegen, aber gleichzeitig maximale Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit bieten sollten.

  • Unterschicht: atmungsaktive Funktionsunterwäsche für den optimalen Feuchtigkeitsabtransport (ein weiterer Vorteil: Funktionswäsche trocknet schnell und kann somit einfach abends per Hand ausgewaschen werden)
  • Mittelschicht: die wärmende Schicht, die je nach Jahreszeit mal knapper und mal großzügiger ausfällt
  • Außenschicht: Wind- und Regenschutz aus wind- und wasserabweisenden Funktionsmaterialien
  • Fahrradhelm und Protektoren: Ob Fahrradhandschuhe, Knieschützer, Handgelenkschützer & Co. sinnvoll sind, muss jeder für sich entscheiden. Aber bitte niemals ohne Schutzhelm aufs Fahrrad steigen!
  • ggf. Sonnenschutz: Bei längeren Radtouren im Sommer sollte die Haut mit einer langen Hose und einem langärmligen Oberteil vor Sonnenbrand geschützt werden, da intensive Sonneneinstrahlung wegen des Fahrwindes oft nicht bewusst wahrgenommen wird.

Achtung: Natürlich kann nicht nur das Fahrrad eine Panne haben. Auch dem Fahrer kann etwas passieren. Eine Erste-Hilfe-Tasche mit Verbandszeug ist deshalb ebenso wichtig wie das Reparatur-Kit fürs Fahrrad.

Und last but not least: Regenschutz für das Gepäck nicht vergessen!

3. Routenplanung

Das erste, was bei der Tourenplanung festgelegt wird, ist meistens der Reisezeitraum. Anschließend kann – natürlich stets in Relation zur zeitlichen Planung – die Reisestrecke geplant werden. Hierbei sollte allerdings nicht nur die Kilometerlänge, sondern auch die Strecke selbst berücksichtigt werden. Schließlich sind unbefestigte Sandwege und Bergauftouren wesentlich anstrengender als Asphaltstraßen ohne Neigung. Auch heftiger Gegenwind, der z. B. in Küstennähe recht häufig zu finden ist, kann die geplanten Zeiten schnell zunichtemachen und sollte nicht unterschätzt werden. Sehr hilfreich bei der Routenplanung sind spezielle Landkarten für Fahrradfahrer.

Gute Nachrichten für ambitionierte Radfahrer: Damit Sie alle Radtouren rundum genießen können, verrät die AOK PLUS 5 tolle Tipps für Ihre Radreise. Profitieren Sie vom praxiserprobten Know-how passionierter Radprofis!
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Neben den äußeren Gegebenheiten sollte bei der Festlegung der Fahrradrouten auch die Leistungsfähigkeit der Mitfahrer berücksichtigt werden. Das gilt vor allem bei Fahrten mit Kindern: Damit es allen Spaß macht, sollten möglichst verkehrsberuhigte Wege gewählt werden. Ebenso wie stark befahrene Straßen sind auch starke Gefälle für Familien eher ungeeignet, weil der Puls nicht nur beim Bergauffahren in die Höhe getrieben wird: Wenn der Nachwuchs bei Abfahrten den Eltern davonflitzt, sind elterliche Schweißausbrüche garantiert und ein entspanntes Urlaubsfeeling entsprechend weit entfernt.

Um jedem Stress entgegen zu wirken, sollten unbedingt genügend Verschnaufpausen eingeplant werden. Zumal viele attraktive Radreiseziele – wie der idyllische See oder die einsame Meeresbucht – (glücklicherweise) nur selten an einer asphaltierten Straße liegen und somit oftmals nur über anspruchsvolle Untergründe zu erreichen sind.

Übrigens sollten Sie auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Sie an einem Etappenziel länger verweilen möchten als geplant. Ob Badesee oder Abenteuerspielplatz: Es wäre schade, wenn schöne Erlebnisse aufgrund einer zu engen Zeitplanung verfrüht abgebrochen werden müssen. Deshalb sollten Sie schon bei der Vorbereitung immer einen Zeitpuffer für Unvorhergesehenes einplanen. Vor allem bei mehrtägigen Radreisen mit (bereits gebuchter) Übernachtung. Womit wir beim nächsten wichtigen Thema wären:

4. Etappenplanung für mehrtägige Radtouren

Grundsätzlich gilt: In flachem oder mäßig hügeligem Gelände schaffen Radfahrer mit „normaler“ Kondition etwa 50 bis 100 km pro Tag. Dennoch sollte die Planung nicht zu ehrgeizig sein und niemanden überfordern. Zumal Tempo und Tagespensum stets an den schwächsten Teilnehmer der Radtour angepasst werden müssen.

Ob Wochenendtour oder mehrwöchige Fahrradreise: Auf jeden Fall sollte der Körper rechtzeitig an die mehrtägige Belastung gewöhnt werden. Mit mehreren Probefahrten durch die heimische Umgebung, bei denen die Ausdauer getestet und trainiert werden kann.

Neben den Fahrradstrecken müssen bei mehrtägigen Radreisen selbstverständlich auch die Übernachtungen geplant werden. Schließlich ist nicht jeder Fahrradfahrer automatisch auch ein Campingfreund, der gern inmitten der Wildnis sein Zelt aufschlägt. Wobei dies auch gar nicht überall erlaubt und im Übrigen auch nicht immer empfehlenswert ist.

Ob Hotels, Pensionen oder Jugendherbergen: Es gibt vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Anspruch. Informieren Sie sich schon bei der Reisevorbereitung, welche Unterkünfte es an den Etappenzielen gibt – und buchen Sie unbedingt vorher. Nichts ist frustrierender, als wenn man endlich das Tagesziel erreicht hat und alle Zimmer bzw. Betten belegt sind.

Übrigens: Um bei längeren Radreisen alle vorab gebuchten Übernachtungen wahrnehmen zu können, sollte in der Vorbereitungsphase genug zeitliche Flexibilität für Pannen, Schlechtwetterpausen und spontane Unternehmungen eingeplant werden. So können selbst die unvorhersehbarsten Überraschungen nicht in Stress ausarten.

Apropos Unvorhersehbares: Vor Radreisen im Ausland empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung. Denn selbst die beste Planung ist natürlich kein 100%iger Schutz vor Unfällen, Krankheit oder anderen gesundheitlichen Beschwerden. 

5. Generelle Tipps für die Radreise

Damit Sie Ihre Radfahrten rundum genießen können, sollen an dieser Stelle noch ein paar allgemeine Tipps für eine Radreise vorgestellt werden:

  • Persönliche Utensilien: Denken Sie an Mobiltelefon, Geld und Ausweispapiere
  • Navigationsgeräte: Vor allem auf unbekannten Wegen sind Navigatoren extrem hilfreich und schützen vor ungewollten (und zeitraubenden) Umwegen
  • Gewichtsreduzierung: Um das Gewicht des Gepäcks auf ein Minimum zu reduzieren, empfehlen sich Kosmetikartikel wie Duschgel, Shampoo & Co. in extra kleinen Reisegrößen
  • Gewichtsverteilung 1: Beim Packen des Gepäcks unbedingt darauf achten, dass die schweren Sachen unten sind und die leichten oben
  • Gewichtsverteilung 2: Um Kräfte zu sparen, sollte ca. 1/3 des Gepäcks vorn und 2/3 hinten platziert und in speziellen Fahrradtaschen verstaut werden – insbesondere bei viel Gepäck, z. B. mit Outdoor-Equipment wie Zelt, Isomatte, Schlafsack, Campingkocher & Co.
  • Gewichtsverteilung 3: Bei sehr viel Gepäck oder bei Radreisen mit Kindern kann ein Fahrradanhänger sinnvoll sein – nicht nur für die Mitnahme kleiner Kinder, sondern auch als Gepäckwagen (Achtung: dieser hat starken Einfluss auf das Fahrverhalten. Es empfiehlt sich daher eine vorherige Probefahrt!)
  • Positionswechsel: Wechseln Sie beim Fahren regelmäßig die Stützpunkte (Hände, Füße, Gesäß)
  • Reiseproviant: Packen Sie genügend Getränke und Speisen gegen Hunger und Durst ein
  • Machen Sie rechtzeitig vor Reiseantritt noch einen Fahrrad-Check!

Doch das Allerwichtigste ist: Seien Sie nicht zu ehrgeizig oder gar verbissen. Genießen Sie die Bewegung, die Umgebung und die frische Luft! Mit unseren Tipps läuft Ihre Radreise dann auch garantiert rund. In diesem Sinne: Viel Spaß wünscht Ihre AOK PLUS – die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen!