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Risiko Hotelpool

Risiko Hotelpool: Tipps für ungetrübten Badespaß

Der nächste Badeurlaub steht vor der Tür – leider lauern in diesem gerade für Familien auch zahlreiche Gefahrenquellen. Damit der heiß ersehnte Urlaub für Eltern und Kinder nicht zum Albtraum wird, sollten einige Dinge beachtet werden. Wir beantworten die grundlegendsten Fragen rund um die Gefahren am und im Hotelpool.

Hotelpool häufige Gefahrenquelle

Tückisch sind in erster Linie die Ansauganlagen am Boden oder an den Beckenwänden. Diese sorgen dafür, dass das nötige Wasser für die Wasserrutsche, für die Duschen und für die Gegenstromanlage aus dem Pool gesogen wird. Sie werden allerdings rasch zur Gefahr, wenn die wichtigen Schutzgitter lediglich lose davor geschraubt werden. Oftmals sind diese beschädigt oder leider gar nicht vorhanden. Sobald ein Kind mit seinen Haaren in die Anlage gerät, besteht Lebensgefahr. Selbst mehreren Erwachsenen gelingt es in der Regel nicht, das Kind aus dem extrem starken Sog zu befreien. Darüber hinaus müssen die Schutzgitter so groß sein, dass sie mit einem Körper niemals vollständig abgedeckt werden können. Andernfalls entsteht ein lebensgefährliches Vakuum. Diese Falle kostete bereits vielen Menschen das Leben.

Der TÜV übernimmt die Prüfung regelmäßig, allerdings nur dann, wenn ein Hotel oder Reiseveranstalter diesen beauftragt. Bedauerlicherweise gibt es keine routinemäßigen Pflichtprüfungen. Kontrolliert der TÜV, wird die Ansauggeschwindigkeit mit einem Strömungsmessgerät ermittelt. Sie darf auf keinen Fall höher als 0,3 Meter pro Sekunde betragen. Des Weiteren kommt ein Vakuumtest zum Einsatz. Dieser soll aufzeigen, ob ein luftleerer Raum gebildet wird, wenn Menschen mit einem Körperteil das Schutzgitter abdecken. Und nicht zuletzt wird mit einer Haarfangprüfung getestet, ob das Schutzgitter über die richtige Größe verfügt. Da diese Prüfung nicht jeder vornehmen lässt, müssen Eltern das Risiko abwägen und den Hotelpool im Hotel selbst in Augenschein nehmen.

Sie sollten darauf achten, dass Leitern und Überläufe sicher befestigt sind. Weiterhin sollte überprüft werden, ob elektrische Kabel offen herumliegen. Besonders wichtig ist jedoch der Zustand der Ansauganlagen. Hier sollte geschaut werden, ob ein Gitter vorhanden ist und ob es richtig montiert ist. Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass sie von den Anlagen einen großen Abstand nehmen müssen. Allerdings sollte auf den Handtuchtest verzichtet werden, da dies den Wasserzulauf der Wasserrutsche stoppt und dies zu weiteren Unfällen führen kann.

Risiko Fußpilz am Hotelpool vorbeugen und behandeln

Zahlreiche Menschen kommen mit einem unschönen Souvenir aus dem Urlaub zurück – Fußpilz. Betroffen sind unzählige Hotels im In- und Ausland. Egal ob in einem Luxushotel oder in preiswerten Pensionen, die Gefahr lauert in nahezu jeder Unterkunft. Es gibt vielzählige infizierte Reisende mit Nagel- oder Fußpilz, die infektiöse Spuren hinterlassen – natürlich unbewusst. Damit entsteht ein hohes Risiko für nachfolgende Gäste. Wer sich im Hotel mit Fußpilz angesteckt hat, kann diesen mit einem rezeptfreien Antipilz-Mittel aus der Apotheke hervorragend selbst behandeln. Besonders empfehlenswert sind Produkte mit dem speziell entwickelten Wirkstoff Bifonazol – dieser wirkt gegen die gesamten relevanten Fußpilzerreger.

Das Risiko im Hotel ist vor allem dort besonders hoch, wo viele Menschen barfuß laufen. Aufgrund dessen ist das Risiko der Infektionsgefahr auch am Hotelpool sehr hoch. Die Erreger von Fußpilz setzen sich häufig in Duschkabinen oder auf Teppichen fest. Leider sind die Hotelgäste für die Pilzverseuchung in der Regel selbst verantwortlich. Jeder Gast, der infiziert ist und sich barfuß im Zimmer oder am Hotelpool aufhält, hinterlässt unweigerlich Pilzsporen. Richtige Vorsorge ist hier besonders wichtig. Bedauerlicherweise behandelt nur jeder Dritte seine erkrankten Hautbereiche. Um sich davor zu schützen, gehören Produkte gegen Fußpilz unbedingt in die Reiseapotheke. Wer sich täglich seine Füße damit einsprüht, kann sich sicher fühlen und gibt den verantwortlichen Erregern gar keine Chance.

Um gegen Fußpilz vorzubeugen, sollten Hotelgäste ihre Füße außerdem regelmäßig mit Wasser und Seife reinigen. Vor allem sollten sie darauf achten, dass sie ihre Füße gut abtrocknen. Darüber hinaus sollten vor allem in Duschen oder in anderen öffentlichen Bereichen unbedingt Duschschuhe getragen werden.

Risiko Hotelpool
Im Hotelpool lauern einige Gefahren: Die AOK Plus infomiert Sie über das Risiko und zeigt Ihnen wie Sie angemessen vorbeugen.

Die Gefahrenquelle Wasserrutsche im Hotel

Wasserrutschen ziehen Kinder und Jugendliche magisch an. Jedoch sind sie leider nicht ganz ungefährlich. Hier in Deutschland werden die Rutschen regelmäßig vom TÜV kontrolliert. Im Ausland sieht die Realität häufig anders aus. Nicht selten befinden sich dort in einer Wasserrutsche Spalten im Kunststoff, die eine hohe Verletzungsgefahr mit sich bringen. Die Anlagen sind häufig instabil, da sie nicht regelmäßig geprüft und gewartet werden. Eltern und vor allem Kinder sollten hier besonders gut aufpassen und die Rutschen genau begutachten, bevor sie diese benutzen.

Die größte Gefahr geht jedoch von den Menschen selbst aus, da sie sich häufig nicht an die vorgegebenen Sicherheitsregeln halten. In der Regel befindet sich an jeder Wasserrutsche eine Hinweistafel. Dort steht beschrieben, was gestattet und was nicht erlaubt ist. Darüber hinaus wird darauf auch angegeben, ab welchem Alter die Rutsche ist und in welchen Rutschpositionen die Anlage benutzt werden darf. Diese Hinweistafeln werden beim übermütigen Toben auf der Anlage gern übersehen. Rückenverletzungen sowie Prellungen können die Folge der Unachtsamkeit sein. Deshalb sollten Eltern stets gemeinsam mit ihren Kindern die Hinweisschilder anschauen und ihnen verdeutlichen, worauf zu achten ist.

Eine der wichtigsten Regeln auf einer Rutsche ist, den Sicherheitsabstand zum Vordermann einzuhalten. An den meisten Anlagen befinden sich Rot-grün-Ampeln, welche über eine Lichtschranke verfügen. Sie geben an, wann die Anlage für den nächsten Badegast freigegeben ist. Wenn keine Ampeln vorhanden sind, muss diese Aufgabe von einer Aufsichtsperson übernommen werden. Beim Rutschen besteht immer ein gewisses Risiko. Und insbesondere bei Turborutschen, auf denen eine Geschwindigkeit bis Tempo 70 erreicht wird, sollten Unfälle unbedingt vermieden werden.

Risiko Mittelohrentzündung: Verunreinigtes Wasser im Hotelpool

Im Urlaub suchen wir immer wieder die Nähe vom Pool. Doch vor allem im Ausland ist Vorsicht geboten. Es kann Badewasser in die Ohren gelangen und im schlimmsten Fall eine Mittelohrentzündung auslösen. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Sie tritt vor allem im Sommer während der Badesaison auf und wird durch Keime, die im verunreinigten Wasser entstehen, ausgelöst. Der enge Gehörgang verfügt über ein feuchtwarmes Milieu, wo optimale Bedingungen für die Entstehung von Pilzen und Bakterien herrschen. Bereits nach wenigen Stunden kann es zu Juckreiz oder Schmerzen kommen. Eine beginnende Entzündung kann unter Umständen spontan abklingen. Allerdings kann sie sich auch verschlimmern und nicht selten zu einer Mittelohrentzündung führen.

Zu den Symptomen zählen starke Schmerzen, ein Druckgefühl, Ausfluss und Juckreiz sowie ein Anschwellen des Gehörgangs. Es können auch eventuelle Gehöreinbußen entstehen. Sobald die Symptome auftreten, sollte ein Mediziner kontaktiert werden. Nach eingehender Anamnese kann dieser eine Ohrspiegelung durchführen. Je nach Erreger wird dann eine örtliche Behandlung mit Antibiotika oder Antimykotika vorgenommen.

Werden die Keime verschleppt, können die Erreger bis in das Mittelohr wandern und eine Entzündung im Mittelohr auslösen. Hierbei handelt es sich um eine stark schmerzhafte Entzündung der Schleimhäute des Mittelohrs. Diese geht oftmals mit einer Ergussbildung einher. Typische Symptome sind stechende Ohrenschmerzen, verringertes Hörvermögen sowie Fieber und ein Klopfen im Ohr. In schweren Fällen kann Schüttelfrost, Schwindel und Erbrechen hinzukommen. Eine Mittelohrentzündung, die durch Keime im Pool entsteht, wird von Medizinern mit Antibiotika behandelt. Das Medikament muss über mehrere Tage eingenommen werden. Darüber hinaus werden Nasentropfen verabreicht, die eine abschwellende Wirkung haben. Diese sorgen dafür, dass das Sekret abfließt, und begünstigen eine bessere Belüftung des Mittelohrs. Schmerzmittel sowie Rotlicht und Wärmebestrahlung sind bei einer raschen Behandlung behilflich. Mit diesen Maßnahmen klingen die Beschwerden schnell ab.

Wer bereits vor dem Urlaub unter einer Entzündung im Mittelohr leidet, muss auf das kühle Nass im Pool verzichten. In diesem Fall wird von einer Reise mit dem Flugzeug abgeraten, da es Probleme mit dem Druckausgleich geben kann.

Wer bereits vor dem Urlaub unter einer Entzündung im Mittelohr leidet, muss auf das kühle Nass im Pool verzichten. In diesem Fall wird von einer Reise mit dem Flugzeug abgeraten, da es Probleme mit dem Druckausgleich geben kann

Die AOK PLUS wünscht Ihnen eine rundum tolle Reise. Kehren Sie gesund und munter zurück!