Vorbereitung

Gefahren beim Schnorcheln

Die Gefahren beim Schnorcheln – Was Sie beachten sollten

Schnorcheln ist gerade im Urlaub an Orten mit glasklarem Wasser eine tolle Idee. Sie werden eine ganz neue Welt und kleine Abenteuer erleben, die jedem verborgen bleiben, der lieber gemütlich auf seiner Sonnenliege bleibt.

Damit Ihr Schnorchel-Abenteuer noch aufregender wird, haben wir von der AOK PLUS als Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Wenn Sie die folgenden 5 Sicherheitsregeln auf Ihren ersten Schnorchel-Ausflügen beachten, werden Sie viel Spaß an der farbenprächtigen Unterwasserwelt haben!

1. Schnorcheln Sie niemals allein

Beim Schnorcheln gilt diesbezüglich dieselbe Regel wie beim Sporttauchen: Gehen Sie nie ohne einen Partner oder – noch besser – eine ganze Gruppe ins Wasser.

Allein würde es Ihnen wahrscheinlich nicht so schnell auffallen, wenn Sie ins offene Meer abtreiben. Zu zweit wird Ihnen diese Gefahr schneller bewusst und Sie können rechtzeitig entgegenwirken. Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, sich beim Schnorcheln gegenseitig auf die Gefahr von Tieren oder spitzen Felsen unter Wasser aufmerksam zu machen. Sollten Sie einen Krampf erleiden oder zu viel Wasser verschlucken, kann Ihnen auch in diesem Fall ein anderer Schnorchler helfen oder zumindest weitere Hilfe rufen. Obendrein ist es gut zu wissen, nicht allein zu sein, wenn man als unerfahrener Schnorchler unter Wasser vielleicht einmal die Orientierung verliert und es in Folge zu Panikattacken kommt.

Dennoch gilt: Auch wenn Sie sich nicht bewusst der Gefahr aussetzen, allein zum Schnorcheln zu gehen, sollten Sie immer noch eine weitere Person an Land über Ihr Vorhaben informieren. Teilen Sie ihr die Uhrzeit mit, zu der Sie wieder zurück sein möchten und in welchem Gebiet Sie schnorcheln werden.

2. Beachten Sie das Wetter und tragen Sie dabei die richtige Kleidung

Eines ist klar: Sollte ein Gewitter oder Sturm aufziehen, ist das Betreten des Wassers in jedem Fall verboten. Blitze und starker Wellengang würden eine viel zu hohe Gefahr darstellen. Aber auch, wenn das Wetter gut ist, sollten Sie einige Maßnahmen beherzigen:

Tragen Sie, den Umständen entsprechend, immer die richtige Kleidung. Ist es etwas kühler, tragen Sie ruhig einen Neoprenanzug. Im Wasser verlieren Sie bis zu 20 % schneller Ihre Körperwärme, als an der Luft. Dementsprechend wahrscheinlicher ist die Gefahr einer Unterkühlung. Schnorcheln Sie mit Kindern, achten Sie unbedingt darauf, auch diese warm genug zu kleiden. Kinder haben oft noch kein besonders ausgeprägtes Kälteempfinden. Bemerkbar wird dies, wenn sie selbst mit blauen Lippen noch nicht aus dem Wasser heraus kommen möchten, weshalb sie vor einer Auskühlung besonders geschützt werden müssen.

Der Neoprenanzug bewahrt Sie jedoch nicht nur vor Kälte, es wird Ihnen aufgrund seines Auftriebs auch leichter fallen an der Wasseroberfläche zu treiben. Überdies schützt er vor weiteren Gefahren beim Schnorcheln, wie zum Beispiel Hautabschürfungen durch Steine oder vor direkter Sonneneinstrahlung.

Ist das Wasser etwas wärmer, reicht oftmals auch ein Neopren T-Shirt aus. Sollten Sie auch das nicht zur Hand haben, tragen Sie zumindest ein normales Baumwoll-Shirt. Es wird Sie für einige Zeit vor der Gefahr eines Sonnenbrandes schützen.

3. So vermeiden Sie Krämpfe beim Schnorcheln

Gefahren beim Schnorcheln, beispielsweise ein Krampf, können Ihnen schnell die Laune verderben. Versuchen Sie, dies deshalb so gut es geht zu vermeiden.

Die Gefahren beim Schnorcheln sind nicht so groß, wenn Sie diese fünf Sicherheitstipps der AOK PLUS beim Schnorcheln beachten.

Ist das Wasser zu kühl, sollten Sie einen Neoprenanzug tragen und so die Muskeln warm genug halten.

Trinken Sie außerdem über den Tag verteilt eine ausreichende Menge an Wasser, um einer Dehydrierung vorzubeugen.

Um nicht permanent die Waden- und Beinmuskulatur zu beanspruchen, bietet sich das Tragen von Flossen an. Mit deren Hilfe werden Ihnen die Schwimmbewegungen leichter fallen und Gefahren, wie eine Überlastung der Muskeln, reduziert. Möchten Sie es noch einfacher haben, nehmen Sie sich einfach eine Schwimmhilfe mit ins Wasser. Eine Schwimmnudel oder ein Brett unter den Bauch geklemmt, lässt Sie entspannt treiben und macht alles gleich viel leichter.

Trotz allen Vorsichtsmaßnahmen: Seien Sie sich stets dieser Gefahr bewusst. Es kann auch trainierte Menschen treffen! Bleiben Sie deshalb immer möglichst nah an der Küste, damit Sie im Fall eines Krampfes schnell aus dem Wasser gelangen oder Hilfe rufen können.

4. Beachten Sie alle möglichen Wasserbedingungen

Eine Strömung kann eine der Gefahren sein, die zunächst beim Schnorcheln gar nicht im Vordergrund steht. Informieren Sie sich jedoch diesbezüglich vor dem Schnorcheln beim Security Guard des Strandes oder bei der nächsten Tauchschule. Sie werden Ihnen genau mitteilen, wie die Strömung verläuft und wo Sie besser nicht ins Wasser gehen sollten, um sich nicht der Gefahr des Abtreibens auf das Meer hinaus auszusetzen.

Vergessen Sie nicht Ihren Ein- und Ausstieg beim Schnorcheln zu planen. Suchen Sie sich eine möglichst leichte Stelle ohne spitze Felsen oder anderen Gefahren.

Passen Sie zudem im Wasser jederzeit auf Ihre Umgebung auf. Da Ihr Schnorchel nur relativ kurz ist, besteht die Gefahr, dass Sie von Booten oder anderen Wassersportlern leicht übersehen werden. Meiden Sie deshalb diese Bereiche und suchen Sie sich eine ruhigere Zone ohne Bootsverkehr.

Für noch mehr Sicherheit im Kampf gegen die Gefahren sorgt eine aufblasbare Boje, die Sie während des Schnorchelns hinter sich herziehen können. Sie schwimmt auf der Wasseroberfläche und informiert jeden über Ihren derzeitigen Aufenthaltsort.

Ein weiterer Tipp: Fassen Sie beim Schnorcheln keine Tiere oder Pflanzen an. Sie wissen nie, ob diese eventuell giftig sind oder die Gefahr einer Verletzung für Sie besteht. Seien Sie obendrein nicht für die Zerstörung der Natur verantwortlich, wie es zum Beispiel beim Berühren von Korallen der Fall wäre. Hier gilt: Nur anschauen – nicht anfassen!

5. Verwenden Sie ausschließlich eine hochwertige Ausrüstung

Um Gefahren beim Schnorcheln zu vermeiden, sollten Sie auf gutes Equipment achten:

Die Maske sollte dabei passend für Ihre Gesichtsgröße sein. Sitzt sie zu eng, kann dies den Druck auf die Augen über die Dauer zu stark erhöhen. Sie sollte allerdings auch nicht zu locker sein, da in diesem Fall selbst bei kleinen Bewegungen die Gefahr besteht, dass Wasser in die Maske eindringt.

Der Schnorchel sollte selbstverständlich dicht sein, so dass beim Einatmen kein Wasser in Ihren Mund gelangt. Halten Sie ihn senkrecht zur Wasseroberfläche, um die Gefahr zu minimieren, dass bei leichtem Wellengang Wasser hineingelangt und Sie sich daran verschlucken.

Auch bei den Flossen ist es entscheidend, dass Sie die richtige Größe besitzen. Sind sie zu groß, können sie sich leicht vom Fuß lösen. Zu enge Flossen werden hingegen in Ihre Haut schneiden und Schmerzen verursachen. Im Allgemeinen ist wichtig, dass sie nicht zu schwer sind. Denn dann würden Sie enorm viel Kraft verbrauchen, um sich an der Wasseroberfläche fortzubewegen und die Gefahr eines Wadenkrampfes steigt.

Damit Sie lange Freude an Ihrer Ausrüstung haben, müssen Sie sie nach jedem Gebrauch ordentlich mit Süßwasser abwaschen. Ansonsten würde das Salz das Material auf die Dauer zu sehr angreifen. Lagern Sie es an einem trockenen Ort, jedoch keinesfalls im Sand oder mit unmittelbarer Sonneneinstrahlung.

Wie Sie sich auch am Strand richtig schützen können, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema „Gefahren am Strand“.

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