Simbabwe

letzte Datenaktualisierung: 24.10.2020, 06 Uhr

Reiseschutzimpfungen für Ihre Reise nach Simbabwe

Jeder Reisende sollte über die für Deutschland allgemein empfohlenen Standardimpfungen verfügen, insbesondere über eine aktuelle Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern und eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis/Kinderlähmung. Je nach Alter und Gesundheitszustand kommen weitere Empfehlungen hinzu.

Welche Impfungen darüberhinaus für eine Reise empfehlenswert sind, hängt von der Art der Reise und dem Reiseland ab und muß in einem Beratungsgespräch geklärt werden.

Zusätzlich sollte für viele Reiseländer ein ausreichender Schutz gegen Hepatitis A (Gelbsucht) vorhanden sein. Wer engeren Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung hat, sollte sich zusätzlich noch gegen Hepatitis B impfen lassen. Hepatitis B kann z.B. durch Blut, Speichel und beim Sexualkontakt übertragen werden.

Impfempfehlungen für Simbabwe – Tabellarische Übersicht:
Standardimpfung Pflicht Empfohlen Pauschal Abenteuer
100% Erstattung
Diphtherie
Masern
Pertussis (Keuchhusten)
Tetanus (Wundstarrkrampf)
Reiseschutzimpfung
Cholera
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Gelbfieber
Hepatitis A
Hepatitis B
Japanische Enzephalitis
Meningokokken-Meningitis
Polio (Kinderlähmung / Poliomyelitis)
Tollwut
Typhus
Legende
Diese Impfung wird in jedem Fall empfholen bzw. ist in jedem Fall verpflichtend (je nach Spalte)
Diese Impfung ist, je nach Einreisevorschriften des Landes, nur bedingt verpflichtend.
Diese Impfung wird zu 100% von der AOK Plus erstattet.

Erläuterungen

Empfehlung
siehe Impfempfehlungen
Pauschalreisen
Bei Reisen nach westlichem Standard, überwiegend in Touristikzentren, Großstädten, Essen in gehobenen Lokalen oder im Hotel.
Achtung: Bei Reisenden kommt es häufig vor, dass spontan Tagesausflüge ins Landesinnere unternommen werden. Dann könnte ein zusätzlicher Impfschutz, wie bei Abenteuerreisen sehr wichtig sein!
Einfacher Reisestil
Zusätzlich sollte für viele Reiseländer ein ausreichender Schutz gegen Hepatitis A (Gelbsucht) vorhanden sein. Innerhalb der westlichen Industriestaaten ist die chronische Hepatitis B überwiegend auf Risikogruppen beschränkt, außerhalb jedoch steigt ihre Häufigkeit deutlich an. Sie kann dann z.B. durch Blut, Speichel und beim Sexualkontakt übertragen werden, aber auch durch unsterile (zahn-)medizinische Behandlung. Für solche Ziele ist eine Hepatitis B-Impfung zu empfehlen.

Einreisevorschriften

Gelbfieber

Keine Impfvorschriften für Reisende, die aus Europa direkt einreisen (Direktflug). Wer aus einem von Gelbfieber betroffenen Land einreist (Endemiegebiet), muss eine Gelbfieberimpfung nachweisen (Gelbfieber-Impfbescheinigung). Das gilt auch für Reisende die vorher mehr als 12 Stunden auf einem Transitflughafen in einem Endemiegebiet gewesen sind. Kinder bis zum Alter von 9 Monaten, benötigen keine Gelbfieber-Impfung.

Eine Impfbescheinigung wird derzeit benötigt bei der Einreise aus:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Argentinien, Benin, Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Ecuador, Elfenbeinküste, Französisch-Guyana, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Kongo, Kongo, Demokratische Republik, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Panama, Paraguay, Peru, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Südsudan, Suriname, Togo, Trinidad und Tobago, Tschad, Uganda, Venezuela, Zentralafrikanische Republik

Malaria

Es besteht im gesamten Jahr ein hohes Risiko unter 1200 m Höhe im Norden, Nordwesten und Nordosten, einschließlich Viktoriafälle, Sambesi-Tal, Nationalparks Hwange, Chizarira u. a., an Malaria zu erkranken. Von September bis Mai ein hohes Risiko unter 1200 m Höhe im Süden und Südosten. Ganzjähriges minimales Risiko in Höhenlagen ab 1200 m, inkl. Harare und Bulawayo.

Schutz gegen Malaria

Malaria wird von Stechmücken (Anophelesarten) übertragen. Ein ausgiebiger Mückenschutz ist deshalb unbedingt notwendig. Mücken sind nachtaktiv und somit erhöht sich das Risiko gestochen zu werden, besonders in den Abendstunden und in der Nacht.

Verhaltensregeln:

  • Bei einem Aufenthalt im Freien und in den Abend- und Nachtstunden die Haut bedeckt halten (helle lange Hosen und ein langärmeliges Oberteil). In klimatisierten Räumen aufhalten, denn Mücken meiden die Kälte, oder in Räumen mit Fliegengittern. Unter einem Mückennetz schlafen.
  • Freie Hautstellen mit wirksamen Mückenschutzmitteln regelmäßig einreiben, mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin (Apotheken ansprechen).
  • Zusätzliche Verwendung von Insektenvertilgungsmitteln in Aerosolen, Verdampfern, Räucherspiralen, etwa wenn ein vorgefundenes Zimmer sehr viele Mücken aufweist.
  • Zusätzlich kann bei hoher Gefährdung die Kleidung und die Mückennetze mit einem Insektizid imprägniert werden, dass erhöht deutlich den Schutz.

Medikamente:

Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht!

Es gibt verschiedene verschreibungspflichtige Malariamittel zur Vorbeugung (Prophylaxe). Zusätzlich gibt es auch stand-by Medikamente die mitgenommen werden können um bei einer Erkrankung sofort handeln zu können („Feuerlöscher“).

Welche Medikamente die richtigen sind, hängt von vielen Faktoren ab. Eine Medikamentenunverträglichkeit, die regelmäßige Einnahme anderer Medikamente oder z.B. auch das Alter des Reisenden können wichtige Einflussfaktoren sein.

Eine Beratung bei einem reisemedizinischen Spezialisten ist notwendig. Sämtliche Malariamedikamente sind rezeptpflichtig und müssen von einem Arzt verschrieben werden.

Beratung

Die reisemedizinische Beratung ist immer individuell!
Das jeweilige Reiseziel, die Art des Reises, geplante Aktivitäten und die Gesundheit jedes Reisenden sind für die Beratung wichtig. Der eine plant einen Urlaub in den Alpen, der andere am Mittelmeer und der nächste in Asien. Doch selbst für das gleiche Reiseziel können die Empfehlungen zur Gesundheitsvorsorge unterschiedlich ausfallen. Beispielsweise für einen jungen Erwachsenen, eine Familie mit kleinen Kindern, für Schwangere, ältere Menschen oder Patienten mit Vorerkrankung. Die qualifizierte Beratung passt die Empfehlungen außerdem genau an die geplanten Aktivitäten an: Wer Trekkingtour oder einen Tauchurlaub plant, benötigt eine andere Vorsorge als der Pauschaltourist, der ein Hotel mit hohem Komfort gebucht hat.

Kostenübernahme der AOK PLUS

Die AOK PLUS übernimmt die Kosten in Höhe von 100% für den Impfstoff der oben genannten Schutzimpfungen. Für die Erstattung reichen Sie die Originalrechnung und das Privat-Rezept, Ihre Bankverbindung sowie eine Kopie des Impfbuches bei uns ein. Am schnellsten und einfachsten übermitteln Sie die Unterlagen über die Fotofunktion direkt in der Service App. Bitte beachten Sie: Beruflich bedingte Schutzimpfungen fallen in die Zuständigkeit des Arbeitgebers und werden von der AOK PLUS nicht übernommen.

Auslandsreiseversicherung

Bei Reisen ins europäische Ausland dürfen gesetzliche Krankenkassen meist nur einen Teil der Krankheitskosten erstatten. Bei Reisen in andere Länder gar nichts. Ein Rücktransport nach Deutschland ist generell keine Kassenleistung. Oft behandelt Sie ein Arzt oder ein Krankenhaus trotz Vorlage der blauen Europäischen Krankenversicherungskarte nur, wenn Sie die teilweise sehr hohen Kosten selbst bezahlen oder eine Auslandskrankenversicherung nachweisen können.