Krankheit & Behandlung

Krank in Spanien

Krank in Spanien? Was Sie über Arztbesuche bei Auslandsreisen wissen sollten

Ob bei den Sachsen, in Thüringen oder andernorts in Deutschland: Die spanische Baleareninsel Mallorca ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Auch die kleine Schwester Menorca und die Party-Insel Ibiza stehen auf den Wunschlisten deutscher Urlauber ganz oben. Genau wie Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura: Die kanarischen Inseln versprechen jede Menge südländisches Flair unter spanischer Sonne.

Neben den Balearen und den Kanaren ist auch das Festland eine beliebte Urlaubsdestination und hat – sowohl am Mittelmeer als auch an der Atlantikküste – einige attraktive Küstenregionen zu bieten. Zum Beispiel die Costa Brava und die Costa Daurada in Katalonien, die mit paradiesischen Traumstränden sowohl Erholung suchende Sonnenanbeter als auch Aktivurlauber und Partyfreunde einladen. Oder die Costa Blanca (= weiße Küste) in Valencia, weltbekannt für goldgelbe Sonnenstrände, ein mildes Klima und idyllische Örtchen im Hinterland. Oder in Andalusien die Costa del Sol (Sonnenküste), die ihrem Namen alle Ehre macht und mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie der historischen Alhambra zu spannenden Sightseeing-Touren einlädt. Und dann gibt es natürlich noch die Costa de la Luz (Küste des Lichts) mit endlosen Sanddünen, malerischen Pinienwäldern und erfrischenden Windbrisen, die vor allem bei Wassersportlern wie Windsurfern und Kite-Surfern sehr beliebt ist.

Selbst kulturinteressierte Städtetouristen haben in Spanien eine abwechslungsreiche Auswahl. Von A wie Alicante über Barcelona, Cádiz, Córdoba, Granada, Lloret de Mar, Madrid, Málaga und Sevilla bis Tarragona: Das südeuropäische Land auf der iberischen Halbinsel lädt ganzjährig zu unvergesslichen Urlaubsreisen ein und ist immer eine Reise wert.

Selbst der schönste Sonnenurlaub kann Schattenseiten haben

Bei der Urlaubsplanung denkt man meist an alle Eventualitäten – außer daran, dass man während des Auslandsaufenthaltes auch erkranken könnte. Was sich natürlich nicht auf leichte Unpässlichkeiten wie Kopfschmerzen, Magenverstimmung & Co. beschränken muss.

Von der Glasscherbe im Fuß über gravierende gesundheitliche Probleme wie Mittelohrentzündung oder Blinddarmentzündung bis zum Hitzschlag oder Herzinfarkt: Das ungewohnte Klima oder das fremdländische Essen kann trotz der erholsamen Urlaubsstimmung eine Belastung für den Körper darstellen, was das Risiko für Krankheiten und Unfälle erhöht.

Darüber hinaus lauert im Ausland so manche Gefahr, die es hierzulande nicht gibt. So meldet das Auswärtige Amt aus dem Reiseland Spanien auch Fälle von Dengue-Fieber und West-Nil-Fieber. Ein sorgsamer Schutz vor Mücken wird daher dringend empfohlen, ist aber dennoch keine Gewähr. Insofern sollten Sie die Möglichkeit eventueller Erkrankungen berücksichtigen und bereits vor Reiseantritt die erforderlichen Vorkehrungen treffen.

Krank in Spanien: Was Sie für den Fall der Fälle wissen sollten

Unabhängig davon, ob es Sie selbst betrifft oder mitreisende Familienangehörige wie Ihre/n Partner/in oder Ihr/e Kind/er: Da Spanien ein Mitgliedsland der Europäischen Union ist, besteht für alle gesetzlich Krankenversicherten aus Deutschland grundsätzlich ein entsprechender Krankenversicherungsschutz.

Deutlicher gesagt: Innerhalb der EU bietet die Europäische Krankenversicherungskarte einen Basisschutz, der von der heimischen Krankenkasse bezahlt wird. Das heißt, gegen Vorlage des Personalausweises und der EHIC (European Health Insurance Card) – oder einer entsprechenden Ersatzbescheidung der jeweiligen Krankenkasse – haben Spanienurlauber Anspruch auf eine medizinische Grundversorgung. Das birgt allerdings zahlreiche Einschränkungen und Risiken, deren Folgen viele gesetzlich Krankenversicherte nicht kennen oder nicht bedenken: 

Krank in Spanien – was ist nun zu tun? Damit gesundheitliche Beschwerden während des Urlaubs nicht auch noch schwerwiegende finanzielle Folgen haben, bietet die AOK PLUS wertvolle Tipps!
Krank in Spanien – was ist nun zu tun? Damit gesundheitliche Beschwerden während des Urlaubs nicht auch noch schwerwiegende finanzielle Folgen haben, bietet die AOK PLUS wertvolle Tipps!
  • Grundversorgung nach spanischer Gesetzgebung: Die Krankenkasse übernimmt ausschließlich die Kosten für medizinisch zwingend erforderliche Maßnahmen und Arzneimittel – aber nicht nach deutschen Versorgungsstandards, sondern nach einheimischem Recht: Touristen werden also wie Einheimische behandelt, was erstens ein deutlich niedrigeres Niveau mit sich bringen kann und zweitens höhere Medikamentenzuzahlungen (in Spanien sind es 50% der Arzneimittelkosten).
  • keine freie Arztwahl: Der gesetzliche Versicherungsschutz besteht ausschließlich für Ärzte, Praxen und Krankenhäuser, die dem gesetzlichen Krankenversicherungssystem angehören. Die Kosten für Privatärzte oder Privatkliniken werden also nicht übernommen. Das sind jedoch die, die in den Urlaubsregionen am häufigsten vertreten sind. Vor allem Hotelärzte – die manchmal sogar aus Deutschland stammen – rechnen in der Regel nur privat ab. Auch was die Verständigung betrifft, bieten auf Touristen spezialisierte Privatärzte entscheidende Vorteile: Während in öffentlichen Praxen oft nur Spanisch gesprochen wird, spricht man in der Privatpraxis mindestens Englisch, eventuell sogar Deutsch. Die Vorteile einer guten Verständigungsmöglichkeit sollten beim Arztbesuch nicht unterschätzt werden, weil Verständigungsschwierigkeiten zu Missverständnissen führen können – und damit zu Fehldiagnosen und Falschbehandlungen.
  • keine garantierte Übernahme der kompletten Behandlungskosten: Bei einem stationären Aufenthalt erstattet die heimische Krankenkasse nur die Kosten, die den deutschen Abrechnungssätzen entsprechen. Da es in Spanien keine staatliche Gebührenordnung für die Medizinerhonorare gibt, können die tatsächlichen Kosten sehr viel höher sein – vor allem in Touristenregionen. In diesem Fall muss der erkrankte Urlauber die Kostendifferenz selbst tragen.
  • keine Übernahme eines Krankentransports: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen grundsätzlich keine Kosten für einen Krankenrücktransport. Und der kann teuer werden. Selbst von Mallorca aus kostet ein Ambulanzflug nach Deutschland bereits rund 10.000 Euro. Solch unerwartet hohe Kosten sprengen oftmals deutlich mehr als nur die Urlaubskasse und können schlimmstenfalls in die Privatinsolvenz führen.

Fazit: Es ist schon schlimm genug, wenn man krank in Spanien sitzt und die Urlaubsfreuden durch gesundheitliche Probleme getrübt werden. Aber noch viel schlimmer kann es kommen, wenn nach den erforderlichen Arztbesuchen oder einer unfreiwillig abgebrochenen Urlaubsreise das finanzielle Aus droht. So empfiehlt auch das Auswärtige Amt allen Spanienreisenden den Abschluss einer speziellen Auslandsreisekrankenversicherung: Diese bietet einen umfassenden medizinischen Schutz und übernimmt im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland. Nur so schützen Sie sich davor, dass gesundheitliche Probleme während Ihres Auslandsaufenthalts auch in monetärer Hinsicht schwerwiegende Folgen haben können. 

Eine Reisekrankenversicherung kostet wenig und bietet viel

Damit im Krankheitsfall nicht auch noch Ihr Konto in Mitleidenschaft gezogen wird, empfehlen alle offiziellen Stellen wie der Bund der Versicherten, das Auswärtige Amt oder Stiftung Warentest: Jeder, der eine Auslandsreise plant, sollte rechtzeitig eine private Reisekrankenversicherung abschließen. Denn die kostet nicht viel und kommt für alle Kosten auf, die aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen während eines Auslandsaufenthalts entstehen – von ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlungen über Arzneimittel bis zum Rückflug per Krankentransport.

Lassen Sie sich doch einfach unverbindlich zum dem Thema beraten: Die AOK PLUS Filiale in Ihrer Nähe ist immer für Sie da. Oder nutzen Sie einfach unsere kostenlose Service-Hotline unter der Nummer 0800 1059000: Gern geben wir Ihnen weitere gute Tipps für einen rundum unbeschwerten Urlaub – von den erforderlichen Reiseschutzimpfungen für Ihr Reiseziel bis hin zu wichtigen Notfalladressen. Getreu dem Motto: Krank in Spanien? Kein Problem mit der AOK PLUS!