Krankheit & Behandlung

Krank in Bulgarien

Krank in Bulgarien: Wertvolle Tipps und hilfreiche Infos für Urlauber

Ob in den alten oder neuen Bundesländern wie beispielsweise Sachsen und Thüringen: Bulgarien ist eines der beliebtesten Reiseziele deutscher Urlauber. Kein Wunder, denn das Land an der Schwarzmeerküste ist nur wenige Flugstunden von Deutschland entfernt und bietet eine große Auswahl attraktiver Urlaubsdestinationen. Von Ruhe und Erholung an feinsandigen Paradiesstränden über Kunst, Kultur und historische Sehenswürdigkeiten bis hin zu Wassersport, Shopping und Events für Aktivurlauber: Für jeden Anspruch und Geschmack hält das Balkanland die entsprechenden Reisedestinationen bereit.

Die beliebteste Reiseregion des südosteuropäischen EU-Staates ist natürlich der legendäre Goldstrand (Zlatni Pjasatsi): Golden schimmernde Sandstrände, tiefblaues Wasser und zahlreiche Sehenswürdigkeiten laden zu einem abwechslungsreichen Urlaub ein, während das Nachtleben jede Menge Fun, Action & Entertainment verspricht. Nicht umsonst werden die Golden Sands auch als „Ballermann Bulgariens“ bezeichnet. Hier findet sich übrigens auch Varna, die pulsierende Hafenstadt am Schwarzen Meer.

Die zweitbekannteste Urlaubsregion ist der sogenannte Sonnenstrand (Slantchev Brjag): Genau wie am Goldstrand gibt es auch am Sunny Beach eine Vielzahl an Clubs, Diskotheken und Cocktailbars für amüsierwillige Touristen. Darüber hinaus bietet der südliche Teil der Schwarzmeerküste ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder und Familien.

Wer etwas wirklich Unvergessliches sehen will, sollte unbedingt Nessebar im Süden des Landes besuchen: Die Halbinsel liegt in der Bucht von Burgas und fasziniert mit einer historischen Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört und eine geradezu grenzenlose Zahl attraktiver Sehenswürdigkeiten bietet.

Neben den beliebten Urlaubsregionen gibt es in Bulgarien viele weitere sehenswerte Städte wie die Hauptstadt Sofia, das Jahrtausende alte Plovdiv mit dem Kloster Bachkovo, das idyllische Samokov mit dem Nationalpark Rila, den Kurort Pomorie mit mondänem Publikum oder den beliebten Wintersportort Bansko.

Keine Frage: Mit seinem einzigartigen Mix aus europäischer und orientalischer Kultur ist das abwechslungsreiche Land in Südosteuropa immer eine Reise wert!

Krank in Bulgarien – was tun? Damit gesundheitliche Probleme während des Urlaubs nicht auch noch schwerwiegende finanzielle Folgen haben, bietet die AOK PLUS hilfreiche Informationen!
Krank in Bulgarien – was tun? Damit gesundheitliche Probleme während des Urlaubs nicht auch noch schwerwiegende finanzielle Folgen haben, bietet die AOK PLUS hilfreiche Informationen!

Selbst der schönste Sonnenurlaub kann auch Schattenseiten haben

Wer eine Urlaubsreise plant, versucht natürlich an alles Wichtige zu denken. Doch neben Badekleidung, After-Sun-Pflege & Co. sollten Sie eines bereits im Vorfeld nicht vergessen: nämlich die Tatsache, dass selbst das entspannendste Urlaubs-Feeling keine Gewähr für gesundheitliches Wohlbefinden ist. So können Sie oder einer Ihrer Reisebegleiter – auch in den unpassendsten Situationen – plötzlich erkranken. Was sich leider nicht auf typische Reisekrankheiten beschränken muss, deren Symptome mit Hilfe einer gut ausgestatteten Reiseapotheke selbst behandelt werden können.

Von einer Magen-Darm-Infektion, die deutlich über eine harmlose Magenverstimmung hinausgeht, über aufgeschnittene Füße durch Glasscherben oder scharfe Muscheln bis zu einer schmerzhaften Entzündung des äußeren Gehörgangs, die auch als Badeotitis bezeichnet wird, da ihre Erreger besonders häufig im aufgeheizten Wasser der Pools zu finden sind: Südliche Hitze, exotisches Essen und andere ungewohnte Umstände stellen für den Körper eine besondere Belastung dar, die schlimmstenfalls auch zum Hitzschlag oder Herzinfarkt führen kann.

Doch nicht nur die ungewohnte Umgebung kann gesundheitliche Probleme mit sich bringen: Schließlich lauern in fremden Ländern einige Gefahren, die hierzulande selten oder sogar gänzlich unbekannt sind.

So birgt beispielsweise das Schwarze Meer einige Risiken, mit denen man nicht unbedingt rechnet: Sogar in Strandnähe kann es gelegentlich zu gefährlichen Unterwasserströmungen kommen. Aus diesem Grund sollten Sie selbst im flachen Wasser vorsichtig sein und selbstverständlich nur an den erlaubten Badestellen baden.

Wie in vielen südlichen Ländern sollten Sie das Trinken von Leitungswasser unbedingt meiden, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen. Außerdem besteht das Risiko einer Viruserkrankung mit West-Nil-Fieber (das durch tagaktive Mücken übertragen wird), so dass ein entsprechender Mückenschutz unverzichtbar ist. Auch Fälle von Tollwut wurden aus Bulgarien gemeldet, weshalb der Kontakt mit fremden Tieren möglichst vermieden werden sollte.

Neben dem empfohlenen Standardimpfschutz empfiehlt das Auswärtige Amt allen Bulgarienreisenden, sich gegen Tollwut, Hepatitis B und FSME impfen zu lassen.

Besonders hoch ist in Bulgarien die Gefahr, sich mit HIV zu infizieren. Nicht nur durch ungeschützten Verkehr bei sexuellen Kontakten oder den Gebrauch unsauberer Spritzen beim Drogenkonsum, sondern auch bei Bluttransfusionen. Womit wir zu einem weiteren wichtigen Thema kommen:

Krank in Bulgarien: Was Sie für den Fall der Fälle wissen sollten

Grundsätzlich können Sie mit Ihrer normalen Krankenkassenkarte aus Deutschland nach Bulgarien reisen: Als Mitglied der Europäischen Union bietet das Balkanland für alle gesetzlich Krankenversicherten eine gesundheitliche Grundversorgung. So können Sie im Krankheitsfall einen Arzt der Nationalen Krankenversicherungskasse aufsuchen und dort – zusammen mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass – Ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorlegen, um Ihren Anspruch auf medizinische Behandlung geltend zu machen. Dennoch sollten Sie sich keinesfalls auf diese Grundabsicherung verlassen. Aus mehrerlei Gründen:

  1. Niedrige Behandlungsstandards: Wenn Sie sich von Ärzten der Nationalen Krankenversicherungskasse behandeln lassen, gilt das bulgarische Recht und damit auch bulgarische Standards beim Versorgungsniveau. Und das liegt oftmals weit unter den Standards, die wir in Deutschland gewöhnt sind.
  2. Hohe Zusatzkosten: Auch wenn das Behandlungsniveau deutlich geringer ausfallen kann, können die Kosten für die Behandlung unerwartete Höhen erreichen: Gerade von Touristen werden gern deutlich erhöhte Beträge kassiert. Erstattet werden von der heimischen Krankenkasse jedoch nur die Sätze, die auch der bulgarische Sozialversicherungsträger übernommen hätte. Die Differenz muss vom Patienten selbst getragen werden. So können – insbesondere bei einem Klinikaufenthalt – schnell fünfstellige Summen auf der Rechnung stehen.
  3. Keine Kostenübernahme für Privatbehandlungen: Wie bereits erwähnt, ist die EHIC nur bei Behandlungen durch Ärzte der Nationalen Krankenversicherungskasse einsetzbar. Grundsätzlich nicht übernommen werden die Rechnungen von Privatpraxen und -kliniken. Privatärzte sind allerdings diejenigen, die in Urlaubsgebieten am einfachsten zu erreichen sind und am ehesten Ihre Sprache oder zumindest Englisch sprechen. Ein Vorteil, der beim Arztbesuch nicht unterschätzt werden sollte. Denn Verständigungsschwierigkeiten können zu Missverständnissen führen – und die wiederum zu Fehldiagnosen und Falschbehandlungen. 
  4. Keine Kostenübernahme für Rücktransport: Besonders hoch werden die finanziellen Belastungen für den erkrankten Urlauber, wenn ein Krankenrücktransport aus dem Ausland erforderlich wird. Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro sind bei einem Ambulanzflug von Bulgarien nach Deutschland keine Seltenheit. Eine Summe, die so manchen Normalverdiener in die Privatinsolvenz treiben kann.

Mit einer Reisekrankenversicherung sind Sie optimal abgesichert

Es ist schon schlimm genug, wenn die Urlaubsfreuden durch gesundheitliche Probleme getrübt werden und man plötzlich krank in Bulgarien sitzt. Doch noch weitaus dramatischer können die finanziellen Folgen sein: Wer die Kosten für Arztbesuche, Krankenhausaufenthalt oder eine Heimreise per Rettungsflug selbst zahlen muss, riskiert im schlimmsten Fall das finanzielle Aus. Damit im Krankheitsfall nicht auch noch Ihr Erspartes in Mitleidenschaft gezogen wird, empfiehlt sich vor Auslandsreisen der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung. Ob Auswärtiges Amt, Bund der Versicherten (BdV) oder die Stiftung Warentest: Alle offiziellen Stellen raten dringend zum privaten Auslandskrankenversicherungsschutz, weil er wenig kostet und viel bietet. Von der ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlung über Arzneimittel oder sonstige ärztlich verordnete Hilfsmittel bis zur sicheren Rückreise per Krankenflug: Private Reisekrankenversicherungen gelten weltweit und kommen für alle Kosten auf, die im Ausland durch eine plötzliche Erkrankung entstehen.

Informieren Sie sich doch unter der kostenlosen Service-Hotline der AOK PLUS 0800 1059000 oder schauen Sie einfach in der nächstgelegenen Filiale vorbei. Dort erhalten Sie übrigens auch weitere hilfreiche Tipps rund ums Reisen – von den jeweiligen Reiseschutzimpfungsempfehlungen bis zu wichtigen Notfalladressen. Ob krank in Bulgarien oder anderswo auf der Erde: Die AOK PLUS steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!