Krankheit & Behandlung

Hautkrebs Früherkennung

Hautkrebs – Ursachen, Symptome, Schutzmaßnahmen

Die schlechte Nachricht ist: Die Häufigkeit von Hautkrebs steigt seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich an. So werden mittlerweile – laut Schätzungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) – weltweit jährlich zwei bis drei Millionen neue Fälle von hellem Hautkrebs und mehr als 250.000 Fälle von schwarzem Hautkrebs diagnostiziert.  Doch die gute Nachricht ist: Wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird, bestehen sehr hohe Heilungschancen – und zwar für alle Hautkrebsarten. Deshalb sind regelmäßige Checks und eine umfassende Aufklärung nicht nur wichtig, sondern sogar lebenswichtig.

Weißer Hautkrebs – die häufigste Diagnose

Weißer Hautkrebs ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, da er nur selten Metastasen bildet und somit operativ gut zu entfernen ist. In Deutschland erkranken knapp 160.000 Menschen pro Jahr an hellem Hautkrebs, wobei 20 % vom sogenannten Plattenepithelkarzinom betroffen sind und 80 % vom Basalzellkarzinom (BZK), das damit der häufigste bösartige Tumor beim Menschen ist. Verantwortlich für die Entstehung der Karzinome ist eine starke UV-Belastung sowie eine erbliche Neigung (helle Hauttypen). Die meisten Basalzellkarzinome entstehen übrigens im Kopf-/Halsbereich und wachsen langsam an. Insofern gilt: Je eher sie entfernt werden, desto weniger umliegendes Gewebe ist betroffen.

Schwarzer Hautkrebs – die gefährlichste Diagnose

Die bösartigste Hautkrebserkrankung ist das maligne Melanom, das aufgrund der dunklen Färbungen auch als schwarzer Hautkrebs bekannt ist. Aktuell werden in Deutschland etwa 35.000 neue Fälle pro Jahr diagnostiziert. 

Besonders dramatisch ist, dass die Zahl der Neuerkrankungen drastisch ansteigt: Derzeit verdoppelt sich die Anzahl der Melanom-Patienten alle zehn Jahre, wobei zunehmend auch jüngere Menschen betroffen sind. 

Maligne Melanome können an allen Hautstellen des Körpers auftreten, wobei bei Männern oft der Rumpf betroffen ist und bei Frauen eher die Extremitäten (Arme und Beine). Oft entwickeln sich die Tumore aus bereits vorhandenen Pigmentflecken (Leberflecken, Muttermale), können aber auch „einfach so, gewissermaßen aus dem Nichts“ neu entstehen. Übrigens auch an versteckten Körperstellen wie z. B. zwischen den Zehen, unter dem Haupthaar am Kopf oder im Genitalbereich. 

Auch für diese Erkrankung gilt übermäßige Sonnenbestrahlung als Auslöser. Insofern sind alle Menschen, die sich (ungeschützt) UV-Strahlen aussetzen, gefährdet. Vor allem Menschen mit Pigmentmalen, da diese zu malignen Melanomen entarten können. Grundsätzlich gilt: Je mehr Male ein Mensch besitzt, desto höher ist das Risiko einer Hautkrebserkrankung. 

Was können Sie tun, um sich gegen Hautkrebs zu schützen?

Unabhängig davon, wie viele Pigmentmale Ihr Körper aufweist: Damit Sie sich optimal vor Hautkrebs schützen oder im Falle eines Falles so schnell wie möglich behandeln lassen können, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen befolgen:

1. Hautkrebs: Das Risiko senken

UV-Bestrahlung ist der größte Risikofaktor bei der Entstehung von Hautkrebs. Insofern kann es tödliche Folgen haben, dem Schönheitsideal von möglichst intensiver Sonnenbräune entsprechen zu wollen. Es wird allerhöchste Zeit zum Umdenken: Eine natürliche Hautfarbe kann nicht nur ebenso schön sein wie sonnengebräunte Haut, sondern hat darüber hinaus die besten Voraussetzungen zum Gesundbleiben. 

Hautkrebs wird immer häufiger. Da bei rechtzeitiger Erkennung gute Heilungschancen bestehen, bietet die AOK PLUS maximale Unterstützung bei Früherkennungsuntersuchungen!
Hautkrebs wird immer häufiger. Da bei rechtzeitiger Erkennung gute Heilungschancen bestehen, bietet die AOK PLUS maximale Unterstützung bei Früherkennungsuntersuchungen!

Deshalb: 

  • Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und lange Aufenthalte in der Sonne (vor allem in der Mittagssonne). 
  • Schützen Sie Ihre Haut möglichst lückenlos mit entsprechender Kleidung (einschließlich Kopfbedeckung!)
  • Schützen Sie alle unbedeckten Hautstellen mit Sonnencreme, die einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) aufweist.

2. Regelmäßige Selbstkontrolle 

Um eine Veränderung bestehender Pigmentflecken oder neu entstandene Male schnellstmöglich zu bemerken, sollten Sie Ihren Körper regelmäßig untersuchen. Die folgende ABCD-Regel hilft dabei, etwaige Auffälligkeiten schneller als solche zu erkennen:

A = Asymmetrie: Unregelmäßige Formen sind charakteristisch für Melanome

B = Begrenzung: Der Rand eines Melanoms ist in der Regel unscharf oder „verwaschen“

C = Colour (Farbe): Wenn ein Mal heller oder dunkler wird, seine Farbe verändert und/oder nicht einheitlich gefärbt ist, kann es sich um ein Melanom handeln

D = Durchmesser: Jeder Hautfleck, der größer als 2 mm ist, sollte einem Arzt gezeigt und regelmäßig kontrolliert werden

Bitte gehen Sie sofort zum Hautarzt, sobald Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten bei sich bemerken. Auch wenn ein Muttermal plötzlich blutet, juckt oder brennt, wird es Zeit für einen Besuch bei Ihrem Dermatologen. Den Sie allerdings selbst dann regelmäßig aufsuchen sollten, wenn es keine Auffälligkeiten gibt. Nämlich für ein:

3. Regelmäßiges Hautkrebs-Screening 

Seit Juli 2008 haben alle gesetzlich Versicherten ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchung: Bei dem sogenannten Hautkrebs-Screening wird die gesamte Haut des Körpers gezielt nach den drei Hautkrebserkrankungen Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und malignes Melanom abgesucht. 

Es empfiehlt sich, vor der Untersuchung sämtliche Schmuckstücke abzunehmen und ggf. Nagellack zu entfernen, da sich auch unter Finger- und Zehennägeln Melanome bilden können. Darüber hinaus sollte auf Make-up möglichst verzichtet werden, da insbesondere der helle Hautkrebs unter einer tönenden Hautcreme kaum zu erkennen ist. Aufwändige Frisuren und die Verwendung klebriger Haarstylingprodukte erweisen sich ebenfalls als störend, da der Arzt auch die Kopfhaut eingehend untersuchen muss. 

Die Kosten für diese Krebsvorsorge- bzw. -früherkennungsuntersuchung werden von den Krankenkassen übernommen und über die Versichertenkarte abgerechnet. 

Die AOK PLUS bietet deutlich mehr als die gesetzlichen Pflichtleistungen

Um den dramatischen Entwicklungen der Hautkrebserkrankungen effektiv entgegen zu wirken, bietet die AOK PLUS deutlich mehr als die gesetzlichen Mindestleistungen zur Hautkrebsfrüherkennung: So übernimmt Ihre Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen die Hautkrebsscreening-Kosten nicht erst ab dem 35., sondern bereits ab dem 14. Lebensjahr. Darüber hinaus bieten wir eine weitere Zusatzleistung, die eigentlich zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gehört und normalerweise privat bezahlt werden müsste: Sollte Ihr Hausarzt eine Auflichtmikroskopie (also die Verwendung eines Dermatoskops) für notwendig erachten, übernehmen wir auch diese Kosten für Sie. Denn: Nichts ist uns wichtiger als Ihre Gesundheit!

Die AOK PLUS bietet mit dem Haut-Check eine wichtige Mehrleistung an.