Gesundheit

Gefahren beim Strandurlaub

Strandurlaub und kleine Gefahren

Der Strandurlaub ist und bleibt für viele Menschen immer noch die beliebteste Art, den Urlaub zu verbringen. Baden im warmen Meerwasser, die Kinder spielen am Strand – so stellen sich viele Urlauber die schönsten Tage im Jahr vor.
Damit man den Traumurlaub auch genießen kann, sollte man bei seinem Aufenthalt an einem Strand und im Meer auf manche Dinge achten und sich vor etwaigen Gefahren schützen, so dass man auch gut erholt und gesund aus dem Urlaub zurückkommt.

Kenntnis der Baderegeln

Ganz wichtig, gerade auch, wenn man mit Kindern ans Meer fährt oder einen Strandurlaub macht, ist die Kenntnis der Baderegeln. Aber nicht nur die jungen Urlauber sollten diese Regeln kennen, auch Erwachsene sollten unbedingt damit vertraut sein.
Dazu zählt natürlich, dass man in kein Gewässer springt, das man nicht kennt. Wenn man nicht weiß, wie tief das Wasser ist oder wie es unter Wasser aussieht – gibt es z. B. Felsen, die von der Wasseroberfläche nicht zu sehen sind? – sollte man auf keinen Fall in das Wasser springen. Die Unkenntnis der örtlichen Verhältnisse und auch die Selbstüberschätzung des eigenen Schwimmvermögens ist immer mit Gefahr verbunden.
Schnell überschätzt man sich beim Schwimmen. Wenn man ins Meer oder in ein Gewässer hinausschwimmt, muss man sich immer bewusst sein, dass man auch wieder zurück zum Strand schwimmen muss. Ist man auf dem Hinweg zu weit hinausgeschwommen, wird der Weg zurück zum Strand oft beschwerlich und schnell ist auch ein geübter Schwimmer in Gefahr, wenn er sich selbst überschätzt.

Gerade wenn man mit Kindern ans Meer reist oder einen längeren Strandurlaub macht, ist es eine gute Idee mit ihnen noch einmal die wichtigsten Baderegeln durchzusprechen. Der Strand und das Meer stellen dann keine Gefahr mehr da.

Abkühlung

Auch das Abkühlen, bevor man ins Wasser geht, ist wichtig, da der Unterschied zwischen Luft- und Wassertemperatur sehr stark sein kann. Am Strand ist es heiß, im Wasser ist es oft deutlich kälter. Kühlt man sich vorher nicht ab, kann der Kreislauf sehr schnell schlapp machen. Dabei ist es so einfach: vom Strand geht es erst unter die kühle Dusche und dann ins Wasser.
Die Hitze selbst kann an einem Strand auch zu einem Problem werden. Viele Urlauber wollen mit einer tollen Bräune nach Hause kommen, aber der Weg von einer gesunden Bräune zu einem Sonnenbrand ist nur kurz. Urlauber sollten es unbedingt vermeiden, sich in die pralle Sonne am Strand zu legen, denn der Strand birgt eine hohe Gefahr für einen Sonnenbrand. Ein schattiges Plätzchen am Strand ist viel angenehmer, gesünder und braun wird man auch. Zudem ist regelmäßiges Trinken wichtig. Es beugt einem Hitzschlag, den man sich an einem Strand sehr schnell holen kann, gut vor.

Gefahren beim Strandurlaub: Tiere am Strand um im Meer

Strandurlaub und Quallen

Quallen und auch andere Nesseltiere können im Wasser sehr unangenehm werden. Man sollte sie unbedingt meiden. Zwar sind die meisten Quallen in Europa nicht tödlich, der Stich einer Qualle kann aber sehr schmerzhaft sein und Übelkeit und Erbrechen auslösen.
Die Portugiesische Galeere, die zu den giftigsten Tieren der Welt zählt, kommt in Europa so gut wie nie vor. Diese Quallen sind an den Küsten Australiens heimisch. Zudem findet man diese giftigen Quallen auch an den Küsten des Pazifiks und des Atlantiks.
Allerdings können sich einzelne Quallen auch in das Mittelmeer verirren. Die Portugiesische Galeere, die genau genommen eine Kolonie von Polypen ist und keine Qualle, kann sehr gut erkannt werden. Ihre harmlos aussehende Gasblase ragt aus dem Wasser heraus. Die beste Möglichkeit sich vor dieser Qualle zu schützen, ist, ihr aus dem Weg zu gehen. Es ist zudem auch der einzig richtige Weg. So läuft man nicht Gefahr, mit dem Gift dieser Qualle in Berührung zu kommen.

Wichtiger für den Badegast in Europa, z. B. an Nord- und Ostsee, ist die Feuerqualle. Diese Qualle ist zwar nicht in dem Sinne giftig, dass sie zu Atem- oder Kreislaufproblemen führen kann. Allerdings kann die Berührung mit dieser Art von Quallen zu sehr unangenehmen Hautreizungen führen. Manche Betroffenen schildern einen brennenden Schmerz (ähnlich wie bei der Berührung einer Brennnessel), nachdem sie diese Qualle berührt hatten. Bei sehr empfindlichen Personen kann die Haut auch anschwellen und eine starke Rötung aufweisen. Es können Blasen auf der Haut entstehen wie bei einer Verbrennung. Zudem berichten Betroffene von starkem Juckreiz nach Kontakt mit dieser Qualle. Auch hier gilt: den Kontakt mit Quallen vermeiden ist die beste Art der Vorbeugung. Wer keine Quallen berührt, hat auch ein ungetrübtes Badeerlebnis.
Sollte man dennoch in Kontakt mit einer Feuerqualle kommen, sollten die Reste der Tentakel sofort entfernt werden, da sie dieses unangenehme Brennen verursachen. Cremes mit Antihistaminika aus der Apotheke können sehr hilfreich sein, da sie den Juckreiz und allergische Reaktionen abmildern.

Dann gibt es die harmlosen Ohrenquallen, die oft in der Nord- und Ostsee vorkommen. Man kann diese Quallen gut erkennen, denn ihr Körper ist durchsichtig. Sie hat vier weiße oder rosa- bis lilafarbene Ringe an der Oberseite.
Ohrenquallen können zwar tellergroß werden, aber ihre Berührung ist nicht gefährlich.

Fische

Gefahren am Strand
Strandurlaub: es lauern kleine Gefahren. Mit den Tipps der AOK PLUS können Sie sich schützen und genießen entspannte Stunden am Strand.

Weder im Strandurlaub noch im Wasser sind Sie allein und es tummeln sich viele Fische und andere Wasserbewohner mit Ihnen im Meer. Das Petermännchen ist ein stacheliger Fisch, der an so manchem Strand in Europa lebt. Es versteckt sich sehr gerne im Meeresboden. Es kommt sowohl im Mittelmeer als auch am Schwarzen Meer, an der Atlantikküste und an Nord- und Ostsee vor und ist giftig.
Natürlich hinterlässt es keine lebensgefährlichen Verletzungen, aber im Urlaub möchte man doch lieber auch auf kleine Bisse oder Verletzungen verzichten. Am einfachsten vermeidet man diese, indem man die Tiere gar nicht erst berührt.

Insekten, Würmer und Co.

Schließlich gibt es auch Insekten, Würmer und Co. im Sand und am Strand, die zu einer Gefahr werden können. Der Strand ist Heimat von Sandflöhen, Hakenwürmern und auch Krabben. Man sollte sie nicht anfassen, denn diese Tiere können kneifen oder beißen. Hakenwürmer und Sandflöhe dringen gerne durch die Fußsohlen in die Haut ein. Sandmücken sind gerne in der Dämmerung sehr aktiv und übertragen die Leishmaniose, eine recht tückische Erkrankung.

Strandurlaub: Vorsicht vor Verbrennungen

Aber nicht nur das Wasser birgt Gefahren, auch an einem Strand gibt es einiges zu beachten. Zunächst einmal kann der Sand an einem Strand sehr heiß sein, so dass man sich im Extremfall sogar die Füße verbrennen kann. Allerdings kann man sich vor dieser Gefahr sehr gut schützen, indem man einfach Badeschuhe am Strand anzieht. Sie schützen die Füße vor Verbrennungen.

Badeschuhe schützen zudem auch vor Steinen am Strand. Auch an einem normalen Strand mit Sand können Steine vorkommen. Oft sieht man die Steine an einem Strand erst gar nicht, sie können von Sand bedeckt sein. An Kiesstränden sind Badeschuhe sowieso ein Muss. Sie schützen die Füße vor scharfkantigen Steinen und mit Badeschuhen ist auch ein Strand mit Steinen nicht unangenehm.

Abfall am Strand

Eine andere Gefahr an einem Strand geht vom Urlauber bzw. vom Badegast selbst aus. Noch immer gibt es Menschen, die ihren Müll nicht wegräumen und einfach auf dem Boden, sprich am Strand liegen lassen. Dazu können auch Glasflaschen und Scherben gehören, die dann natürlich für andere Personen eine Gefahr darstellen. Auch hier sind Badeschuhe die einzig sinnvolle Möglichkeit, sich vor einer Verletzung durch Glasscherben zu schützen.
Badeschuhe sollten bei einem Urlaub am Meer bzw. am Strand also niemals fehlen. Sie können in vielen Situationen sehr hilfreich sein und zu einem angenehmen Strandtag beitragen.

Alles in allem ist es also gar nicht schwer, Gefahren am Meer und am Strand zu minimieren und sich zu schützen. Gesunder Menschenverstand, kein Kontakt zu Quallen und anderen Tieren, Schutz vor Hitze und intensiver Sonneneinstrahlung –schon steht einem schönen Urlaub nichts mehr im Wege.

Die AOK PLUS wünscht Ihnen und Ihren Mitreisenden viel Spaß und einen tollen Strandurlaub. Kommen Sie gesund wieder!