Gesundheit

So schlafen Sie gut im Urlaub

So schlafen Sie gut im Urlaub: Infos und Tipps für die perfekte Erholung!

Wer in den Urlaub fährt, sucht meist Entspannung und Erholung von den Anstrengungen des Alltags. Dazu gehört natürlich auch ein erholsamer Schlaf. Aber ausgerechnet das Schlafen fällt vielen Reisenden schwer: Die fremde Umgebung, das ungewohnte Klima und unzählige weitere Ursachen können zu quälenden Schlafstörungen führen. So leidet jeder dritte Urlauber unter Einschlaf- oder Durchschlafstörungen. Damit Sie in Ihrem Urlaub gut schlafen und sich somit perfekt erholen können, bietet die AOK PLUS wertvolle Informationen und Tipps rund um das Thema „Besser schlafen im Urlaub“.

Was sind die Ursachen für Schlafstörungen im Urlaub?

Kein Wunder, dass so viele Reisende über Schlafprobleme im Urlaub klagen: Schließlich gibt es viele gute Gründe, die das nächtliche Zur-Ruhe-kommen beeinträchtigen können. Zum Beispiel:

• Zeitumstellung (Jetlag): Nicht nur die Umstellung auf eine andere Zeitzone kann den gewohnten Schlaf-Wach-Rhythmus ziemlich durcheinanderbringen. Auch wenn normalerweise um 5 oder 6 Uhr der Wecker klingelt, muss sich der Körper erst langsam an den Luxus des Ausschlafens gewöhnen.

• Aufregung und Stress: Nicht nur die Anreise bringt oftmals Stress mit sich. Auch in den ersten Urlaubstagen fällt es vielen Urlaubern schwer, wirklich abzuschalten. Hat man die berufliche Urlaubsvertretung gut genug eingewiesen? Ist der heimische Herd wirklich aus? Und ob die Nachbarin beim Blumengießen den kostbaren Bonsai auch nicht vergisst? Wenn die Gedanken um den Job, Zuhause oder die Probleme des Alltags kreisen, fällt das Ankommen und Abschalten natürlich schwer.

• Ungewohnte Umgebung: Aufgrund des fremden Umfelds ist unser Unterbewusstsein evolutionsbedingt in größerer Alarmbereitschaft als zu Hause, so dass wir oftmals schon beim kleinsten Geräusch wach werden.

• Anderes Klima: Oftmals ist es die ungewohnte Hitze, die den Nachtschlaf alles andere als erholsam werden lässt. Klimaanlagen helfen oftmals nur bedingt und können darüber hinaus weitere Störungen mit sich bringen. Zum Beispiel durch den störenden Geräuschpegel oder kalte Zugluft, die zu trockener Haut, trockenen Atemwegen oder sogar zu Erkältungen führen kann.

• Unbequemes Bett: Durchgelegene Matratzen, ein viel zu kurzes Längenmaß oder auch nur der fremde Duft des Kopfkissenbezugs können verhindern, dass man sich im Bett richtig wohlfühlen und Ruhe finden kann.

• Ernährung: Ungewohnte Lebensmittel können zu Blähungen führen; auch ein zu spätes oder zu reichhaltiges Essen kann verhindern, dass der Körper wirklich zur Ruhe kommt.

• Alkoholkonsum: Das Feiern gehört für viele Urlauber einfach dazu. Doch zu viel Alkohol kann die Schlafqualität negativ beeinflussen. Unruhiger Schlaf, starkes Schwitzen, vermehrter Harndrang, nächtliche Durstattacken und weitere Beeinträchtigungen können die erhoffte Nachtruhe extrem stören.

• Geräuschkulisse: Da, wo viele Menschen Urlaub machen, gibt es meist auch entsprechend viele Unterhaltungsmöglichkeiten wie Bars, Clubs und Discotheken. Deren Musik dann – je nach Urlaubsort – auch bis spät in die Nacht oder sogar bis zum Morgengrauen zu hören sein kann. Nicht immer zur Freude derjenigen, die lieber schlafen würden als feiern und tanzen.

• Bettnachbarn: Auf Reisen werden häufig Doppelzimmer oder Familienzimmer gebucht. Egal, ob Sie mit der Familie oder guten Freunden verreisen: Insbesondere für diejenigen, die normalerweise alleine schlafen, kann ein schnarchender Bettnachbar ein echter Einschlafblocker sein.

• Zimmernachbarn: Bekanntlich kann „selbst der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es den lieben Nachbarn nicht gefällt“. Das gilt nicht nur für Zuhause, sondern gleichermaßen im Urlaub: Wenn feier- oder sexwütige Zimmernachbarn nachts alles andere tun als die Äuglein zu schließen, wird natürlich auch die eigene Nachtruhe entsprechend eingeschränkt.

Was können Sie tun, damit Sie auch im Urlaub gut schlafen?

Ganz gleich, ob Sie Einschlafprobleme haben, nachts immer wieder aufwachen oder morgens zu früh wach werden und dann nicht wieder einschlafen können: Bei Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten muss man nicht immer gleich zu Schlaftabletten greifen. Schließlich gibt es viele gute Tipps und Tricks, die (fast) ebenso hilfreich sind wie Schlafmittel oder andere Medikamente – und manchmal sogar noch besser helfen. Ganz ohne Chemie!

Leiden Sie auf Reisen gelegentlich unter Schlafstörungen? Ob Einschlafstörungen, Probleme beim Durchschlafen oder andere Beeinträchtigungen: Die AOK PLUS bietet hilfreiche Tipps, wie Sie im Urlaub besser schlafen können!
Leiden Sie auf Reisen gelegentlich unter Schlafstörungen? Ob Einschlafstörungen, Probleme beim Durchschlafen oder andere Beeinträchtigungen: Die AOK PLUS bietet hilfreiche Tipps, wie Sie im Urlaub besser schlafen können!

• Richtige Schlafausrüstung | Es gibt ein paar Schlafhelfer, die bei keiner Reise fehlen sollten: Erstens ein Nackenhörnchen, das nicht nur im Hotelbett, sondern auch im Flugzeug oder Zug für eine optimale Entspannung der Nackenpartie sorgt. Zweitens eine Schlafmaske, die selbst dort, wo es niemals richtig dunkel wird, eine wohltuende Dunkelheit verspricht. Und drittens Ohrstöpsel, um störenden Geräuschen vorzubeugen. Dieses Trio ist übrigens nicht nur extrem effektiv, sondern auch super günstig in der Anschaffung.

• Uhrzeitgewöhnung | Bei Fernreisen herrscht am Zielort oft eine andere Uhrzeit als zu Hause. Das bringt die innere Uhr aus dem Gleichgewicht und kann für entsprechende Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus führen. Das Beste ist, sich schnellstmöglich auf die neue Uhrzeit einzustellen. Wie genau, erfahren Sie in unseren Tipps gegen Jetlag.

• Schlafrituale | Egal, ob Sie für gewöhnlich abends ein heißes Bad nehmen, im Bett noch ein

bisschen lesen oder vor dem Einschlafen gern eine Tasse (Kräuter-)Tee trinken: Lassen Sie nach Möglichkeit auch im Urlaub die Tage so ausklingen wie zu Hause. Die Mitnahme des heimischen Kopfkissens (oder Kopfkissenbezugs) ist ebenfalls einen Versuch wert: Der vertraute Geruch und die gewohnte Haptik sorgen beim Einschlafen für ein wohliges Alles-ist-gut-Gefühl.

• Klimaanlage | Selbst wenn am Urlaubsort tropische Temperaturen herrschen: Bitte stellen Sie die Klimaanlage nicht zu kalt ein – sondern nur etwa 3 bis 5°C unter der Durchschnittstemperatur. Andernfalls droht eine Verkühlung, die schnell zu einer Erkältung führen kann.

• Ernährung | Auch wenn das Abendbuffet noch so viele Verlockungen bereithält: Abendliche Völlerei kann im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlagen und den Schlaf erheblich beeinträchtigen. Genießen Sie abends also lieber leichte Kost (aber keine Rohkost!) und essen Sie zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen am besten gar nichts mehr.

• Bewegung | Eigentlich ganz klar: Wer den ganzen Tag im Liegestuhl vor sich hindöst, ist abends nicht wirklich müde. Deshalb sollten Sie auch im Urlaub tagsüber ein bisschen aktiv werden. Ob frühmorgendliches Joggen oder ein ausgedehnter Strandspaziergang in den Abendstunden: Bewegung wirkt schlaffördernd und ist eine Wohltat für Körper, Geist und Seele.

• Meditieren: Gezielte Entspannungsübungen können sich hilfreich sein, um auch innerlich zur Ruhe zu kommen. Oder hören Sie vorm Einschlafen einfach entspannende Meditationsmusik wie Meeresrauschen, Walgesänge oder sphärische Klänge.

• Pflanzliche Mittel | Selbst wenn Sie Arzneimittel zur Unterstützung einnehmen möchten, müssen Sie nicht gleich zur „Chemiekeule“ greifen. Ein Lavendelduftsäckchen beispielsweise ist ein sehr bewährtes Hausmittel, dessen beruhigende Wirkung schon seit Jahrhunderten genutzt wird. Auch andere pflanzliche Wirkstoffe wie Baldrian, Hopfen, Melisse oder Passionsblume werden schon seit vielen Generationen erfolgreich gegen Schlafstörungen eingesetzt. Wer weitere Einschlafhilfen aus der Apotheke sucht, sollte nach Schüßler-Salz Nr. 7 fragen: Magnesiumphosphoricum wird vor allem als Heißgetränk gern gegen Einschlafstörungen genommen.

Ausgeschlafene verreisen niemals ohne Reisekrankenversicherung

Für den Fall, dass wider Erwarten nichts hilft und Sie im Urlaubsort einen Arzt konsultieren möchten, sollten Sie vor Reisebeginn eine private Auslandsreisekrankenversicherung abschließen. Diese kommt bei Auslandsreisen nicht nur für die Diagnose und Behandlungskosten auf, sondern auch für eventuell erforderliche Medikamente. Selbst die Kosten von Privatärzten oder -kliniken werden zu 100% übernommen. Nicht dass Sie nach einem Arztbesuch vor lauter Geldsorgen nicht mehr schlafen können…

Die AOK PLUS – Ihre Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen – wünscht Ihnen erholsame Nächte und einen schönen Urlaub!