Gesundheit

Medikamente im Urlaub kaufen

Medikamente im Urlaub kaufen – günstig, aber auch gefährlich!

Preisbewusste Touristen wissen: Wenn sie ihre Medikamente im Urlaub kaufen, können sie bares Geld sparen. Schnell und unkompliziert. Zumal man viele Präparate auch noch rezeptfrei bekommt. Von Aspirin in Antalya über Anti-Baby-Pillen in Sharm El Sheik bis zur Viagra in Hurghada: Im Ausland sind Arzneimittel viel günstiger als in Deutschland, so dass man nur einen Bruchteil der hiesigen Preise zahlt.

Konkreter gesagt: Wenn Sie Ihre Medikamente im Urlaub kaufen, können Sie bis zu 90% sparen. Was indirekt die Ausgaben für die Urlaubsreise minimiert und somit wiederum der Reisekasse zugutekommt. Kein Wunder, dass viele Reisende diese günstige Gelegenheit nutzen und am Urlaubsort wahre Hamstereinkäufe für die Hausapotheke tätigen.

Was viele jedoch nicht wissen: Die pharmazeutischen Schnäppchen können gefährlich sein – und darüber hinaus sogar verboten und somit strafbar.

Damit Sie weder auf Kosten Ihrer Gesundheit noch Ihrer Freiheit sparen, bietet die AOK PLUS – Ihre Gesundheitskasse für Sachen und Thüringen – wichtige Informationen für alle Reisenden.

Sparen Sie nicht auf Kosten Ihrer Gesundheit

Ja, es stimmt: Arzneimittel sind andernorts deutlich günstiger. Was zum einen daran liegt, dass in anderen Ländern andere Verträge gelten als im deutschen Apotheken- und Gesundheitssystem. So können internationale Pharmahersteller ihre Produkte im Ausland zu entsprechend geringeren Preisen anbieten. Ein finanzieller Vorteil, den viele Reisende – verständlicherweise – gern für sich nutzen.

Was viele aber leider nicht wissen: Die unwiderstehlich günstigen Preise können auch andere Ursachen haben. So gibt es auch bei den Arzneimitteln – genau wie bei Mode, Parfüms, Uhren, Smartphones & Co. – zahlreiche Fälschungen. Doch während der Kauf gefälschter Designerstiefel einfach nur ärgerlich ist, weil man immer noch zu viel Geld für Billigware zahlt, kann die Einnahme gefälschter Medikamente schwere gesundheitliche Folgen haben.

Im günstigsten Fall haben Plagiate gar keine Wirkung

Selbst die Einnahme qualitativ hochwertiger Originale aus dem Ausland kann unangenehme Folgen haben: Da Auslandswaren manchmal andere Wirkstoffe oder höhere Dosierungen enthalten als ihre deutschen Pendants, erzielen sie gelegentlich eine verstärkte oder in anderer Weise veränderte Wirkung. Das entkrampfende Schmerzmittel Buscopan beispielsweise wird in Südamerika mit Metamizol kombiniert – ein Wirkstoff, der erhebliche Nebenwirkungen haben kann und deshalb in Deutschland verboten ist.

Wenn Sie Ihre Medikamente im Urlaub kaufen, können Sie viel Geld sparen. Doch der Arzneimittelkauf im Ausland birgt auch einige Risiken: Die AOK PLUS informiert!
Wenn Sie Ihre Medikamente im Urlaub kaufen, können Sie viel Geld sparen. Doch der Arzneimittelkauf im Ausland birgt auch einige Risiken: Die AOK PLUS informiert!

Am falschen Ende sparen Sie natürlich auch, wenn Sie Geld für komplett wirkungslose „Arzneimittel“ ausgeben. Was besonders gravierend ist und entsprechende Folgen haben kann, wenn es sich bei einem wirkungslosen Imitat um die Anti-Baby-Pille handelt.

Doch richtig gefährlich wird’s, wenn die Fake-Medikamente tatsächlich Wirkstoffe enthalten. Denn diese können gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen haben und schlimmstenfalls sogar tödlich sein. Fälschungen des Potenzmittels Viagra beispielsweise enthalten nicht selten Rattengift, Bleifarbe, Bodenreiniger und schlimmere Substanzen. Dieses Risiko sollten Sie auf gar keinen Fall eingehen.

Auch rechtlich kann es bedenklich sein, wenn Sie Medikamente im Urlaub kaufen

Sowohl für den Kauf als auch für die Einfuhr nach Deutschland gilt auch bei Arzneimitteln: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. So sind beispielsweise Dopingmittel und Präparate, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, strengstens verboten. Genau wie „Naturheilmittel“, die Bestandteile geschützter Pflanzen oder seltener Tierarten enthalten wie beispielsweise gemahlene Tigerknochen oder Bärengalle.

Doch selbst „harmlose“ Schmerzmittel können strafrechtliche Konsequenzen haben. Denn was viele nicht wissen: Bei der Einreise nach Deutschland dürfen Sie nur Medikamente für den Eigenbedarf mitführen – und das auch nur für einen Bedarf von maximal drei Monaten. Alles, was darüber hinaus geht, ist ein Verstoß gegen die Einfuhrbestimmungen, der mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden kann.

Was Sie beachten sollten, wenn Sie Medikamente im Urlaub kaufen

Natürlich müssen Sie nicht grundsätzlich auf die möglichen Sparvorteile verzichten: Selbstverständlich können Sie auch zukünftig Medikamente im Urlaub kaufen. Vorausgesetzt, Sie beachten die folgenden Sicherheitshinweise:

  • Apotheke: Wenn Sie Medikamente im Urlaub kaufen, dann bitte ausschließlich in offiziellen Apotheken – niemals in kleinen Geschäften, am Straßenstand oder gar von „freundlichen Fremden in dunklen Gassen“.
  • Beratung nur durch den Apothekeninhaber: Nicht jeder Mitarbeiter, der in ausländischen Apotheken arbeitet und einen weißen Kittel trägt, hat eine professionelle Fachausbildung und ist dementsprechend fachlich versiert. Wenn Sie sich kompetent beraten lassen wollen, sollten Sie unbedingt den/die Geschäftsinhaber/in verlangen.
  • Beipackzettel: Achten Sie darauf, dass die Arzneimittel einen englischsprachigen Beipackzettel enthalten.
  • Ungeöffnete Verpackungen: Da billige Imitate häufig in die Umverpackungen des Originals umgefüllt werden, sollten Sie nur unversehrte, also korrekt verschlossene Produkte akzeptieren.
  • Nur rezeptfreie Medikamente: Dass einige Arzneimittel in Deutschland rezeptpflichtig sind und ärztlich verschrieben werden müssen, hat seine Gründe. Um Ihre Gesundheit nicht unnötig zu gefährden, sollten Sie den jeweiligen Risiko-Nutzen-Faktor rezeptpflichtiger Medikamente mit dem Arzt Ihres Vertrauens besprechen.
  • Keine Hamsterkäufe: Legen Sie sich nur einen persönlichen Vorrat für maximal drei Monate zu. Alles, was darüber hinaus geht, ist gesetzlich verboten.

Was Sie noch tun können, um beim Arzneimittelkauf Geld zu sparen

Vor allen Auslandsreisen empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung: Diese kommt nicht nur für 100% der Arzneimittelkosten auf, sondern auch für alle weiteren medizinischen Maßnahmen.

Vom Arzthonorar für Untersuchung, Diagnose und Behandlung über einen eventuell erforderlichen stationären Aufenthalt in Klinik oder Krankenhaus bis zum Krankenrücktransport: Auslandskrankenversicherungen sind für wenig Geld zu haben und können Sie im Falle eines Falles vor dem finanziellen Aus schützen.

Informieren Sie sich einfach unverbindlich bei der AOK PLUS unter der kostenlosen Service-Hotline 0800 1059000: Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen bietet einen umfassenden Versicherungsschutz für Preis- und Gesundheitsbewusste!