Gesundheit

Krank in Griechenland

Krank in Griechenland: Wie Sie sich, Ihre Gesundheit und Ihr Portemonnaie optimal schützen

Ob in den neuen Bundesländern wie Sachsen und Thüringen oder in anderen Regionen Deutschlands: Griechenland gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Aus gutem Grund, denn das südosteuropäische Land zwischen dem Mittelmeer und dem ägäischen Meer hat einiges zu bieten.

Von A wie Athen mit der weltberühmten Akropolis aus dem 5. Jahrhundert vor Christi über den schwarzen Sand Santorins bis zur der Partyszene auf Mykonos: „Die Wiege der westlichen Zivilisation“ und „Hochkultur der Antike“ begeistert zeitgenössische Partygänger, Wassersportfans und Sonnenanbeter ebenso sehr wie kulturinteressierte Städtetouristen.

Aufgrund der zahlreichen Inseln, paradiesischen Strände und malerischen Buchten wird das Land der Götter auch als „Karibik Europas“ bezeichnet. Wobei die „europäische Karibik“ nur wenige Flugstunden von deutschen Flughäfen entfernt ist und viel Urlaub für verhältnismäßig wenig Geld bietet.

Was Sie während Ihres Griechenlandaufenthalts unbedingt besuchen sollten, ist natürlich die griechische Hauptstadt Athen: Sie ist die älteste Stadt Europas und hält für Geschichtsinteressierte eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten bereit. Neben vielen sehenswerten Spuren der griechischen Antike hat die pulsierende Metropole natürlich auch ihre modernen Seiten – von zeitgenössischer Kunst über angesagte Cafés und Clubs bis zu attraktiven Einkaufsmöglichkeiten.

Sightseeing, Shopping und kulinarische Raffinessen sind auch in Thessaloniki zu genießen: Die zweitgrößte Stadt des Landes fasziniert, genau wie ihre große Schwester Athen, mit einem einzigartigen Mix aus Antike und Moderne.

Krank in Griechenland – was Sie unbedingt wissen sollten: Damit im Krankheitsfall während des Urlaubs nicht auch das Konto leidet, gibt die AOK PLUS wertvolle Tipps zum Thema!
Krank in Griechenland – was Sie unbedingt wissen sollten: Damit im Krankheitsfall während des Urlaubs nicht auch das Konto leidet, gibt die AOK PLUS wertvolle Tipps zum Thema!

Strandurlauber und Naturliebhaber sollten unbedingt die Chalkidiki, die aufgrund ihrer Drei-Finger-Form auch als Poseidons Dreizack bezeichnet wird, in die Reiseplanung einbeziehen: Mit ihren drei Landzungen – der paradiesischen Kassandra, der idyllischen Sithonia und dem aufregenden Athos – gehört die Halbinsel im Norden zu den bekanntesten Reisezielen.

Noch mehr Abwechslung bieten die griechischen Inseln wie die größte griechische Insel Kreta, die Kykladeninsel Naxos, die ionischen Inseln Korfu und Kefalonia sowie die ägäischen Inseln Rhodos, Kos, Santorin und Mykonos.

Ob Festland, Inselurlaub oder Rundreise: Griechenland ist immer eine Reise wert!

Selbst ein Griechenlandurlaub kann Schattenseiten haben

Wer eine Reise nach Griechenland plant, denkt an Sonnenschein und Sirtaki, tiefblaues Wasser und strahlend weiße Kalksteinhäuser, Gyros und Ouzo, Olymp und Parthenon, Aphroditefelsen und den Kanal von Korinth – aber sicher nicht daran, während des Urlaubs erkranken zu können. Trotzdem sollten Sie diese Möglichkeit nicht außer Acht lassen, da selbst die entspanntesten Urlaubsmomente keine Garanten für Gesundheit und Wohlbefinden sind.

Besonders häufig leiden Urlauber unter typischen Reisekrankheiten wie Reiseübelkeit, Magenverstimmung oder Sonnenunverträglichkeit. Glücklicherweise können viele gesundheitliche Beschwerden mit Hilfe einer gut ausgestatteten Reiseapotheke selbst behandelt werden und sind ebenso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind.

Dennoch gibt es natürlich auch Fälle, bei denen die Selbstmedikation nicht ausreicht. Von der Badeotitis (Gehörgangs Entzündung), deren Erreger sich gern in aufgeheizten Swimmingpools tummeln, über Fußverletzungen durch Glasscherben & Co. bis zum Hitzschlag oder Herzinfarkt: Bei gravierenden Schmerzen, Erkrankungen oder Unfällen muss man selbstverständlich einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen.

Außerdem lauern im Ausland – neben den „gewöhnlichen“ gesundheitlichen Risiken – durchaus Gefahren, die hierzulande selten bis unbekannt sind. So besteht beispielsweise in Griechenland die Möglichkeit, an West-Nil-Fieber, Krim-Kongo-Fieber oder Malaria zu erkranken. Aus diesem Grund empfiehlt das Auswärtige Amt allen Reisenden einen entsprechenden Insektenschutz: körperbedeckende helle Kleidung, das Auftragen von Insektenschutzmitteln auf freie Körperstellen und Schlafen unter einem Moskitonetz.

Darüber hinaus wird von offiziellen Stellen dringend empfohlen, vor Reiseantritt eine private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Grundsätzlich haben gesetzlich Krankenversicherte in Griechenland zwar einen Anspruch auf medizinische Behandlung, wenn sie die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) – zusammen mit Personalausweis oder Reisepass als Identifikationsnachweis – vorlegen. Aber dieser Krankenversicherungsschutz ist keinesfalls ausreichend.

Krank in Griechenland: Warum der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung nicht ausreicht

Genau wie Deutschland ist auch Griechenland ein EU-Mitglied, so dass hier die Europäische Krankenversicherungskarte gilt und eine medizinische Grundversorgung abdeckt. Diese gesetzlichen Leistungen bringen jedoch folgende Einschränkungen mit sich:

  1. Keine freie Arztwahl: Um die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse in Anspruch zu nehmen, müssen Sie sich an das Gesundheitszentrum des Primären Nationalen Gesundheitsnetzwerkes PEDY oder Vertragsärzte der EOPYY (Nationale Organisation zur Bereitstellung von Gesundheitsleistungen) wenden. Dort werden Touristen nach griechischem Recht behandelt – mit einheimischen Leistungsstandards, die sich vom Niveau deutscher Standards natürlich unterscheiden. Auch bei den Zuzahlungen werden Urlauber in diesem Fall wie Einheimische behandelt. So müssen in der Regel 15 % der Behandlungskosten und 25 % der Arzneimittelkosten selbst bezahlt werden.
  2. Keine Kostenübernahme für Privatrechnungen: Wie bereits erwähnt, werden ausschließlich die Kosten für Vertragsärzte übernommen. Rechnungen für Behandlungen in anderen Arztpraxen oder Kliniken werden nicht – auch nicht teilweise – erstattet. Das verkleinert nicht nur die Auswahl, sondern kann die Arztsuche enorm erschweren. Zumal in vielen touristisch erschlossenen Gebieten vorrangig Privatärzte zu finden sind, die sich auf Urlauber spezialisiert haben und häufig Deutsch oder zumindest Englisch sprechen.
  3. Verständigungsprobleme: Ärzte, deren Patienten primär aus dem eigenen Land kommen, sprechen nicht unbedingt Englisch oder gar Deutsch. Sofern Sie also nicht die Landessprache beherrschen, könnte es schwierig werden. Was übrigens schon bei der Arztsuche beginnt, da die Auskunft über die zur Auswahl stehenden Vertragspartner (https://www.eopyy.gov.gr) auf Griechisch ist. Noch gravierender werden Verständigungsschwierigkeiten allerdings beim Arztbesuch selbst, weil sie zu Missverständnissen führen können – und somit natürlich auch zu Fehldiagnosen und Falschbehandlungen.
  4. Risiko der Nichtakzeptanz geltender Ansprüche: Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation des Landes ist es schon vorgekommen, dass Leistungsanbieter die Anspruchsbescheinigung – trotz des bestehenden Versorgungsvertrags – nicht akzeptiert haben. Wer Schmerzen hat und/oder durch Krankheit geschwächt ist, hat in der Regel jedoch nicht die Kraft oder Geduld, um seine Rechte durchzusetzen und hartnäckige Widerstände zu überwinden. Zumal derjenige, der Hilfe benötigt, sich per se in einer schwächeren Position befindet.
  5. Kostenrisiko Krankentransport: Es ist schon ärgerlich genug, wenn medizinische Behandlungskosten aus eigener Tasche gezahlt werden müssen und die Urlaubskasse sprengen. Aber richtig dramatisch kann es werden, wenn besondere Maßnahmen wie beispielsweise ein Rücktransport per Ambulanzflug erforderlich wird, der von der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich nicht übernommen wird: Ein Krankenrücktransport von Griechenland nach Deutschland kostet rund 20.000 Euro, die ohne Abschluss einer Reisekrankenversicherung vom Patienten selbst zu zahlen sind. Was für so manchen Urlauber durchaus das finanzielle Aus bedeuten kann.

Eine Auslandsreisekrankenversicherung bietet optimalen Schutz für wenig Geld

Schlimm genug, wenn die Urlaubsfreuden durch gesundheitliche Probleme getrübt werden und Sie, Ihr Partner oder Ihr/e Kind/er plötzlich krank in Griechenland sitzen bzw. liegen. Doch noch viel schlimmer kann es werden, wenn Sie deshalb auch noch in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Was übrigens schneller passieren kann, als Sie vielleicht denken. Zum Beispiel, wenn die Kosten für einen stationären Aufenthalt in einer Privatklinik oder für einen medizinischen Rettungsflug gezahlt werden müssen.

Damit im Krankheitsfall nicht auch noch das Konto in Mitleidenschaft gezogen wird, empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung: Die kommt für 100 % aller Kosten auf, die bei einem Auslandsaufenthalt aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen entstehen – von (ambulanten und stationären) ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen über Arznei- und Hilfsmittel bis zum Rückflug per Krankentransport.

Für nähere Informationen wählen Sie einfach die 0800 1059000: Unsere kostenlose Service-Hotline ist rund um die Uhr für Sie erreichbar.

Selbstverständlich sind Sie auch in unseren Filialen immer herzlich willkommen: In einem persönlichen Gespräch geben wir Ihnen gern weitere gute Tipps rund ums Reisen – von den Reiseschutzimpfungsempfehlungen für Ihr Reiseland bis hin zu hilfreichen Notfalladressen.

Die AOK PLUS wünscht Ihnen eine rundum wunderbare Urlaubsreise!