Gesundheit

Krank in der Türkei

Krank in der Türkei? Was Sie im Fall der Fälle wissen und beachten sollten

Ob in Sachsen, Thüringen und den anderen neuen Bundesländern oder andernorts in Deutschland: Die Türkei gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Kein Wunder, denn von paradiesischen Küstenregionen für Sonnenanbeter und Wassersportler über malerische Städte bis hin zu kulturell bedeutenden Sehenswürdigkeiten: Für jeden Anspruch und Geschmack bietet das Land im Südosten Europas die passende Urlaubsdestination.

Zum Beispiel die türkische Riviera im Süden des Landes, die mit rund 250 Kilometern Küste eine geradezu grenzenlose Auswahl traumhaft schöner Strandabschnitte und Buchten bereithält: Hier laden feinste Sandstrände und kristallklares Wasser zum Sonnenbaden, Relaxen, Schwimmen, Tauchen und Spaßhaben ein.

Nicht minder attraktiv präsentiert sich die türkische Ägäis im Südwesten: Unzählige Halbinseln, strahlend blaues Wasser und optimale Wassersportbedingungen versprechen einen Erholungs- oder Aktivurlaub der unvergesslichen Art. Sehenswert sind auch die Städte wie der Küstenort Marmaris, die pulsierende Metropole Izmir mit ihren historischen Bauten oder Bodrum, das „Saint-Tropez der Türkei“.

Ebenfalls sehr lohnenswerte Reiseziele sind die Millionenstadt Antalya mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die malerische Hafenstadt Alanya mit ihren belebten Märkten und das moderne Side, das als Mekka für Party-Gänger gilt.

Nicht zu vergessen Istanbul: Die weltberühmte Metropole am Bosporus, der die perfekte Verbindung zwischen Europa und Asien darstellt, bietet einen einzigartigen Mix aus Orient und Okzident für wirklich unvergessliche Urlaubserlebnisse.

Keine Frage: Die Türkei ist immer eine Reise wert!

Selbst das sonnigste Urlaubsland kann auch Schattenseiten haben

Bei der Reiseplanung werden meist alle Eventualitäten berücksichtigt – mit Ausnahme der Tatsache, dass selbst das schönste Urlaubsfeeling im Zweifelsfall nicht vor dem Krankwerden schützen kann. Was sich im Übrigen nicht auf schnell vorübergehende „Lappalien“ wie Magenverstimmung, Reiseübelkeit & Co. beschränken muss, sondern auch erheblich gravierender sein kann.

Vom aufgeschnittenen Fuß durch Glasscherben über eine Badeotitis (Gehörgangsentzündung), deren Erreger sich im aufgeheizten Wasser der Swimmingpools besonders wohl fühlen, bis zum lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder Hitzschlag: Ungewohnte Umstände – wie Hitze, fremdländisches Essen und unzureichende hygienische Bedingungen – stellen bei Auslandsaufenthalten ein besonderes Risiko dar, dem so mancher Körper nicht standhalten kann. So kann es trotz der eigentlich entspannenden Urlaubssituation auch in der Türkei zu Krankheiten, Unfällen oder anderen gesundheitlichen Problemen kommen.

Darüber hinaus lauern in der Türkei ein paar Risiken, die hierzulande eher selten sind. So warnt das Auswärtige Amt ausdrücklich vor der Benutzung von Leitungswasser, weil durch kontaminiertes Wasser viele Durchfallerkrankungen übertragen werden. Auch die Infektion mit Cholera kann nur durch entsprechende hygienische Vorsichtsmaßnahmen vermieden werden. Und dennoch: Selbst die größte Vorsicht ist kein Garant für das Gesundbleiben. Deshalb sollten Sie sich bereits bei der Urlaubsplanung über die medizinische Versorgung am Urlaubsort informieren und rechtzeitig vor Reiseantritt die nötigen Vorkehrungen treffen.

Krank in der Türkei: Inwieweit hilft ein Auslandskrankenschein?

Krank in der Türkei – und nun? Die AOK PLUS bietet viele hilfreiche Informationen, damit gesundheitliche Probleme im Urlaub nicht auch noch dramatische finanzielle Folgen haben!
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Auch wenn Sie sich vor Ihrer Türkeireise von der gesetzlichen Krankenkasse präventiv einen Auslandskrankenschein ausstellen lassen können: Bitte glauben Sie nicht, dass Sie im Krankheitsfall tatsächlich und umfassend abgesichert wären. Grundsätzlich gewährt Ihre heimische Krankenversicherung zwar einen gewissen Basisschutz als medizinische Grundversorgung, so dass Ihnen bei einem Notfall geholfen wird. Dennoch bringt es zahlreiche Einschränkungen und Risiken mit sich, wenn Sie sich bei einer Krankheit in der Türkei ausschließlich auf Ihre gesetzliche Krankenkasse verlassen:

  1. Krankenkassenkarte ist nicht ausreichend: Sollten Sie während Ihres Türkeiurlaubs ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, benötigen Sie den speziellen Urlaubskrankenschein T/A 11. Dieser gilt für Türkeireisende als offizielle Anspruchsbescheinigung gesetzlich Krankenversicherter. Bevor Sie eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus aufsuchen, müssen Sie sich allerdings in einer der Zweigstellen der Sozialversicherungsanstalt (SGK) registrieren lassen: Nach der Registrierung erhalten Sie eine YUPASS-Identifikationsnummer, die zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen zusammen mit Ihrem Ausweis vorgelegt werden muss. Denn: Ohne diese YUPASS-Nummer besteht kein Anspruch auf Behandlungen im Rahmen des deutsch-türkischen Abkommens über Soziale Sicherheit. Klingt kompliziert und aufwändig? Ist es auch. Zumal für Ihre Behandlung keine deutschen, sondern türkische Standards gelten – inklusive aller in der Türkei üblichen Zuzahlungen und Gebühren. Darüber hinaus ist nicht garantiert, dass wirklich sämtliche Behandlungskosten übernommen werden. Eventuelle Mehrkosten, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht erstattet werden, müssen von Ihnen selbst getragen werden. Denn: Ausschließlich bei einer Notfallbehandlung (nach türkischem Recht!) dürfen keine zusätzlichen Gebühren verlangt werden.
  2. Kaum kalkulierbares Kostenrisiko: Besonders groß ist die Gefahr, dass die von Ihnen zu tragenden Mehrkosten ins Unermessliche steigen, wenn Sie bei einem Privatarzt oder in einer Privatklinik landen. Privatleistungen werden nämlich nur dann übernommen, wenn die private Einrichtung einen Vertrag mit der SGK geschlossen hat. Wobei selbst dann nur die mit der SGK ausgehandelten Vertragssätze abgerechnet werden können, während Sie alle darüber hinaus gehenden Kosten selbst übernehmen müssen. Was viele nicht wissen: Sollten Sie der Einrichtung bestätigen, die Behandlungskosten privat zu zahlen, ist selbst eine anteilige Kostenübernahme durch die SGK nicht mehr möglich.
  3. Keine Übernahme privater Leistungen ohne SGK-Vertrag: Von der gesetzlichen Krankenkasse grundsätzlich nicht übernommen werden Kosten für Privatpraxen und Privatkliniken, die kein entsprechendes Abkommen mit der SGK geschlossen haben. Doch genau die sind es natürlich, die in beliebten Urlaubsregionen – oder gar direkt in den Hotels – besonders häufig zu finden und entsprechend schnell zu erreichen sind. Darüber hinaus sind es die Privatärzte, die sich auf Touristen spezialisiert haben und eine entsprechende Sprachvielfalt bieten. So spricht man in nahezu jeder Privatpraxis Englisch und in vielen sogar Deutsch. Denn auch, wenn es auf dem türkischen Bazar sehr lustig sein kann, sich mit Händen und Füßen zu verständigen: Verständigungsschwierigkeiten beim Arztbesuch sollten nicht unterschätzt werden, weil sie zu Missverständnissen – und damit zu Fehldiagnosen und Falschbehandlungen – führen können.
  4. Keine Übernahme besonderer Leistungen wie Krankenrücktransport: Nicht nur die Mehrkosten für einen Klinikaufenthalt können deutlich mehr als nur die Urlaubskasse sprengen. Denn noch schlimmer wird’s, wenn der Rückflug per Krankentransport angetreten werden muss. So schlägt ein Ambulanzflug aus der Türkei nach Deutschland mit rund 20.000 Euro zu Buche. Eine Summe, die für so manchen durchaus das finanzielle Aus bedeuten kann. So rät auch das Auswärtige Amt allen Türkeireisenden dringend zum Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung: Diese kommt im Falle eines Falles nicht nur für sämtliche Behandlungs- und Arzneimittelkosten auf, sondern auch für einen sicheren Heimflug.

Eine Reisekrankenversicherung bietet maximalen Schutz zum minimalen Preis

Es ist schon ärgerlich genug, wenn der wohlverdiente Jahresurlaub durch gesundheitliche Probleme getrübt wird und man krank in der Türkei sitzt. Aber richtig dramatisch kann es werden, wenn die Kosten für Arztbesuche, Krankenhaus oder eine vorzeitige, krankheitsbedingte Rückreise per Rettungsflug in die Privatinsolvenz führen.

Damit im Krankheitsfall also nicht auch noch Ihr Konto in Mitleidenschaft gezogen wird, empfehlen alle offiziellen Stellen wie der Bund der Versicherten, das Auswärtige Amt oder Stiftung Warentest: Jeder, der eine Auslandsreise plant, sollte rechtzeitig eine private Reisekrankenversicherung abschließen. Denn die kostet nicht viel und kommt für alle Kosten auf, die aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen während eines Auslandsaufenthalts entstehen – von ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlungen über Arzneimittel bis zum Rückflug per Krankentransport.

Informieren Sie sich doch einfach über unsere kostenlose Service-Hotline 0800 1059000, wenn Sie mehr über private Reisekrankenversicherungen wissen wollen. Oder kommen Sie direkt persönlich vorbei: In der AOK PLUS Filiale in Ihrer Nähe sind Sie immer herzlich willkommen: Dort erhalten Sie übrigens auch weitere gute Tipps rund um den Urlaub – von Reiseschutzimpfungsempfehlungen bis zu hilfreichen Notfalladressen. Damit Sie auch nach Ihrem Urlaub sagen können: Krank in der Türkei? Kein Problem dank der AOK PLUS!