Gesundheit

Hepatitis A und B – Wie Sie eine Infektion im Urlaub vermeiden

Gut gerüstet in den Urlaub: Die Impfung gegen Hepatitis A und B

Wenn Sie eine Fernreise planen, sollten Sie sich auch mit einer Immunisierung gegen Hepatitis A und Hepatitis B befassen. Diese Krankheiten werden durch Viren übertragen und können schwere Entzündungen der Leber auslösen. In einigen Fällen kann sich auf lange Sicht auch eine Leberzirrhose entwickeln. Informieren Sie sich also rechtzeitig vor der geplanten Reise, ob eine Impfung gegen diese Erreger für Ihr Reiseland empfohlen wird. Die AOK PLUS unterstützt Sie dabei und übernimmt die Reiseschutzimpfung zu 100 %. So kann der bestmögliche Schutz gewährleistet werden, ohne Ihr Reisebudget zu schmälern.

Hepatitis A und B: Allgemeine Information

Im Allgemeinen versteht man unter einer Hepatitis eine Entzündung der Leber. Diese kann verschiedene Gründe haben. Häufig entsteht sie durch eine Virusinfektion mit einem Hepatitis Virus. Von diesen Viren gibt es fünf verschiedene Formen: Hepatitis A bis E. Die Typen A und B sind die häufigsten Formen – gegen sie gibt es auch Impfstoffe.

Meist ist die Entzündung der Leber nur kurzfristig, sie kann sich aber bei einem ungünstigen Krankheitsverlauf chronifizieren. Besonders betroffen sind hierbei Schwangere. Wenn sie sich mit dem Virus infizieren, leidet das Kind meist ab der Geburt an der chronischen Form. Durch die ständige Immunabwehr werden die Leberzellen langsam in Bindegewebe umgewandelt. Man spricht dabei von einer Leberzirrhose. Damit verbunden ist ein Funktionsverlust der Leber. Da diese das wichtigste Stoffwechselorgan des Körpers ist, sind die Folgen fatal.

Hepatitis B

Infektion und Verlauf

Das Hepatitis B Virus verursacht weltweit die meisten Virusinfektionen bei Erwachsenen. Das Virus ist hauptsächlich sexuell, also durch Sperma, übertragbar. Bei Kontakt mit infiziertem Blut – wie etwa bei einem Stich mit einer kontaminierten Nadel – besteht allerdings ebenfalls eine sehr hohe Ansteckungsgefahr. Das Virus bleibt in der Regel lange Zeit unbemerkt, da es eine Inkubationszeit von mehreren Monaten haben kann. Es kann sogar sein, dass auch im weiteren Verlauf keine Symptome auftreten. In der Regel kommt es aber zu unspezifischen Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Schmerzen im rechten Oberbauch und Appetitlosigkeit. Diese Symptome nehmen meist in den folgenden Wochen von selbst wieder ab. In 90 % der Fälle kommt es zu einer vollständigen Ausheilung. Selten besteht allerdings die Gefahr einer Chronifizierung, aus der sich dann mit der Zeit eine Leberzirrhose entwickeln kann.

Da die Entzündung in der Regel völlig problemlos von selbst ausheilt, ist meist keine Therapie notwendig.

Verbreitung

Die Verteilung der Hepatitis B Viren ist weltweit unterschiedlich. Im Ausland kommt das Virus vor allem in Afrika, in Ostasien und in der östlichen Mittelmeerregion vor. Dabei sind auch beliebte Urlaubsländer wie die Türkei betroffen. Innerhalb Deutschlands ist die Krankheit vor allem in der Drogenszene ein großes Problem.

Impfung

Die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B in Form einer Impfung findet in der Regel schon im ersten Lebensjahr statt. Eine Auffrischung ist nur dann explizit empfohlen, wenn ein Urlaub ins betroffene Ausland geplant ist. Auch für bestimmte Berufsgruppen ist die Impfung empfohlen – dazu gehören zum Beispiel Polizei, Rettungsdienste und Pflegepersonal.

Hepatitis A

Infektion und Verlauf

Hepatitis A ist eine Entzündung des Lebergewebes aufgrund von Hepatitis A Viren. Anders als beim Typ B ist der Krankheitsverlauf der Hepatitis Typ A meist nicht so mild.

Das Virus wird fäkal-oral übertragen: Infizierte Menschen scheiden die Viren größtenteils über den Stuhl aus – und zwar bereits ein bis zwei Wochen, bevor die ersten Symptome auftreten. Wenn die Hände nach dem Stuhlgang nicht gründlich gewaschen werden, können die Viren beispielsweise auf Türklinken, Besteck oder Handtücher übertragen werden. Von dort können sie auf die Haut von Gesunden gelangen und bei Berühren des Mundes über die Schleimhaut in den Körper eindringen. Unter schlechten hygienischen Bedingungen können Fäkalabfälle zudem ins Grundwasser gelangen. Deshalb wird Hepatitis A oft auch über verunreinigtes Wasser (Trinkwasser, Eiswürfel, Badewasser) sowie über kontaminierte Lebensmittel übertragen. Das kann zum Beispiel Gemüse oder Obst sein, das mit dem verunreinigten Wasser gegossen oder gewaschen wurde.

Die Krankheit bricht normalerweise innerhalb von zwei Wochen aus. Die betroffene Person ist allerdings auch schon vor Symptombeginn ansteckend, was den Typ A sehr viel gefährlicher macht als den Typ B. Betroffene Personen leiden meist an grippeähnlichen Symptomen sowie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Außerdem kann es zu einer Gelbsucht kommen: Normalerweise werden in der Leber alte rote Blutkörperchen abgebaut. Dabei entsteht das gelbe Bilirubin, welches von der kranken Leber nicht mehr abtransportiert werden kann. Es gelangt ins Blut und führt zu einer Gelbfärbung von Haut, Schleimhaut und Lederhaut der Augen.


Diese Hepatitis-Form kann sich, anders als die B-Form, nicht chronifizieren. Die Gefahr einer Zirrhose besteht also nicht. Nach einer Infektion ist man ein Leben lang immun. Einmal infiziert, braucht man jedoch Geduld: Es kann einige Monate dauern, bis die Erkrankung vollständig ausheilt.


Der Typ A ist längst nicht so weit verbreitet wie der Typ B. Am häufigsten kommt das Virus in den Tropen und Subtropen vor. Dadurch sind allerdings viele beliebte Urlaubsziele im Ausland betroffen, so zum Beispiel die Türkei und Ägypten. Auch in Südosteuropa ist das Virus noch recht häufig anzutreffen.

Sollte während der Reise eine Infektion mit Hepatitis Typ A auftreten, so muss dies nach dem Infektionsschutzgesetz unter Nennung des Namens der betroffenen Person an das Gesundheitsamt gemeldet werden.

Impfung

Eine Impfung gegen Hepatitis A wird von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) in erster Linie für Auslandsreisen und spezielle Risikogruppen empfohlen. Die Kosten dafür werden von der AOK PLUS vollständig übernommen.

Gut gerüstet in den Urlaub – Die AOK PLUS informiert Sie über Hepatitis A und B und klärt Sie über Verlauf und Prävention der Lebekrankheiten auf

Da die Risikogebiete für Hepatitis A auch häufig die Risikogebiete für Hepatitis B sind, ist für Reisen in entsprechende Gebiete eine Kombinationsimpfung sinnvoll. Es sind insgesamt drei Impfungen erforderlich. Die zweite Impfung erfolgt einen Monat nach der ersten, eine dritte nach sechs Monaten.

Vor einer Reise gibt es auch die Möglichkeit einer Schnellimmunisierung. Hierzu wird mindestens drei Wochen vor der Reise die erste Impfung verabreicht und sieben Tage danach die zweite. Eine dritte Impfung erfolgt 21 Tage nach der ersten. Zur Aufrechterhaltung des Langzeitschutzes ist allerdings nach einem Jahr eine vierte Impfung erforderlich.

Nach erfolgreicher Impfung beträgt der Schutz mindestens 10 Jahre.

Als zusätzlichen Schutz gegen Hepatitis A sollten Sie auf jeden Fall folgende Vorsichtsmaßnahmen treffen:

  • abgefülltes Wasser oder abgekochtes Leitungswasser verwenden, auch zum Zähneputzen
  • alle frischen Früchte und Gemüsesorten vor dem Verzehr schälen und waschen
  • auf den Verzehr von rohem oder halbgegartem Fleisch bzw. Fisch verzichten
  • Getränke vermeiden, die Eiswürfel enthalten oder mit unsicherem Trinkwasser hergestellt wurden
  • häufiges, gründliches Händewaschen

Schützen Sie sich vor Ihrer nächsten Reise in ein Risikogebiet rechtzeitig mit einer Impfung, damit Sie Ihre Reise entspannt antreten und genießen können. Die AOK PLUS, Ihre Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, unterstützt Sie dabei und wünscht Ihnen eine schöne Reise. Kommen Sie gesund zurück!